Was ist Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung?

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Wozu Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung?

Erfolg und ein erfüll­tes Leben hän­gen in einem hohen Maß von unse­rer Per­sön­lich­keit ab. Eine aus­ge­gli­chene Per­sön­lich­keit beför­dert unser Glück mehr als kogni­tive Bega­bung. Eine starke Per­sön­lich­keit zahlt mehr auf unser Wohl­be­fin­den ein als der Besitz von viel Geld. Doch was ist Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung? Und wozu brau­chen wir die?

Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung als recht ver­stan­dene Arbeit an sich selbst ver­schafft uns ein hohes Maß an Unab­hän­gig­keit von der Mei­nung ande­rer. Sie ermög­licht uns ein fort­ge­schrit­te­nes Niveau an Unab­hän­gig­keit von äuße­ren Umstän­den. Und mit bei­dem ein­her­ge­hend gewährt sie ein gro­ßes Plus an ech­ter inne­rer Frei­heit.

Fin­dest du nicht auch, dass das über­aus loh­nende Ziele sind?

Hin­zu­zu­fü­gen ist, dass Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung ein Weg und Pro­zess ist, der im Prin­zip nie endet. Und bereits auf dem Weg Freude und Sinn­erfül­lung schenkt.

 

Per­sön­lich­keit und Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung

Was ist Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung? Und was ist Per­sön­lich­keit?

Das ist gar nicht so ein­fach zu erklä­ren. Beide Begriffe sind alles andere als ein­deu­tig defi­niert und kom­plex. Und weil es mir in die­sem Bei­trag vor allem dar­auf ankommt, wie du deine Per­sön­lich­keit für (d)ein erfüll­tes und freie­res Leben in prak­ti­scher Hin­sicht ent­wi­ckeln kannst, fasse ich mich an die­ser Stelle kurz.

Die Beschaf­fen­heit unse­rer Per­sön­lich­keit ist kei­nes­wegs nur Glücks­sa­che im Sinne davon, dass sie mit unse­ren Genen und früh­kind­li­chen Erfah­run­gen in Stein gemei­ßelt wäre. Statt­des­sen ent­wi­ckelt sie sich auch noch im Erwach­se­nen­al­ter.

 

Per­sön­lich­keit und Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gie

Inner­halb der Psy­cho­lo­gie ist der Begriff der Per­sön­lich­keit von zen­tra­ler Bedeu­tung. Die psy­cho­lo­gi­sche Dis­zi­plin, die sich mit ihm vor allem befasst, ist die Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gie. In unse­rem Zusam­men­hang geht es vor allem um die Ent­wick­lung im Erwach­se­nen­al­ter.

Viele der psy­cho­lo­gi­schen Arbei­ten ver­su­chen zu klä­ren und anhand kon­kre­ter Bei­spiele zu ver­ste­hen, wie sich eine bestimmte Per­sön­lich­keit mit all ihren Eigen­schaf­ten unter bestimm­ten Bedin­gun­gen ent­wi­ckelt. Wie und wann sie sich ver­än­dert. Inwie­weit das Ver­hal­ten einer Per­son vor­her­seh­bar ist und inwie­weit es beein­flusst wer­den kann.

Für uns ist vor allem der letzte Punkt inter­es­sant und dabei ins­be­son­dere der bewusste Ein­fluss durch uns selbst. Ich bin über­zeugt davon, dass wir Men­schen diese Mög­lich­keit der Gestal­tung haben und dies eine enorme Chance für uns beinhal­tet.

 

Unsere Per­sön­lich­keit ist geprägt durch Kon­ti­nui­tät und Ver­än­de­rung

Wel­che Kräfte in dem beweg­li­chen und wenig greif­ba­ren Sys­tem Per­sön­lich­keit ent­schei­dend sind, sehen die im Laufe der Zeit inner­halb der Psy­cho­lo­gie ent­stan­de­nen Per­sön­lich­keits­theo­rien recht unter­schied­lich.

Zusam­men­ge­fasst ist gegen­wär­ti­ger Stand der For­schung, dass unsere Per­sön­lich­keit wäh­rend des gan­zen Lebens sowohl durch Kon­ti­nui­tät als auch durch Ver­än­de­rung geprägt wird.

Was dabei das Ver­hält­nis von Gene­tik und Umwelt­ein­flüs­sen betrifft – so ste­hen beide in einer kom­ple­xen Wech­sel­be­zie­hung. Daher ist es sowohl in theo­re­ti­scher als auch in prak­ti­scher Hin­sicht rela­tiv müßig über die Vor­herr­schaft des einen oder ande­ren zu strei­ten.

 

Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung als Selbst­or­ga­ni­sa­tion und als krea­tive Arbeit

Das Span­nende aus dem aktu­el­len psy­cho­lo­gi­schen Erkennt­nis­stand ist vor allem dies: Per­sön­li­che Eigen­schaf­ten wer­den nicht mehr wie zuvor oft üblich als unver­än­der­li­che Cha­rak­ter­züge ange­se­hen. Statt­des­sen ledig­lich als ver­gleichs­weise sta­bile Ver­hal­tens­ten­den­zen.

Dar­aus nun abzu­lei­ten, jeder kann alles wer­den und ein eher intro­ver­tier­ter Mensch spru­delt mor­gen schon über vor lau­ter Mit­tei­lungs­be­dürf­nis, ist sicher ver­kehrt und auch gar nicht erstre­bens­wert.

Trotz­dem dür­fen wir davon aus­ge­hen, dass wir uns nach Maß­gabe unse­rer auch im Erwach­se­nen­le­ben gemach­ten Erfah­run­gen ent­wi­ckeln:

  1. Ein mehr oder weni­ger gro­ßes Stück weit ohne bestimmte Ziel­set­zung und Anstren­gung.
  2. Zusätz­lich ent­spre­chend unse­rer eige­nen Wün­sche und Prio­ri­tä­ten.

Wenn wir auch Zwei­te­res wol­len, bege­ben wir uns auf eine span­nende Reise, bei der es unter ande­rem dar­auf ankommt, immer wie­der offen für Neues zu sein und krea­tiv zu wer­den. Das ist nicht immer bequem, belebt jedoch unge­mein und macht unser Leben viel inter­es­san­ter.

 

Die Chan­cen bewuss­ter und krea­ti­ver Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung

Stell dir mal vor: Was ist alles mög­lich, wenn du dich bewusst auf Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung ein­lässt, um so deine Lebens- und Bezie­hungs­kom­pe­tenz zu ver­fei­nern, mehr nach­hal­tige Lebens­qua­li­tät zu erlan­gen und Her­aus­for­de­run­gen bes­ser zu meis­tern?

Was kannst du errei­chen, wenn du, statt fast immer auf Auto­pi­lot zu schal­ten und zufäl­lige Ent­wick­lun­gen gewäh­ren zu las­sen, ein wenig öfter gezielt han­delst? Dir ein wenig öfter bewusst machst, was eine bestimmte Situa­tion von dir erfor­dert? Oder dir über­legst, wie du eine Auf­gabe so angehst, dass sie ein Bei­trag in die Rich­tung ist, in die du dich und dein Leben steu­ern willst?

Hast du Lust, die Ent­de­ckung und Ent­wick­lung dei­ner Per­sön­lich­keit als eine span­nende Reise zu ver­ste­hen, auf der es viel zu erfor­schen und ent­de­cken gibt? Eine Reise, die dein Leben viel­fäl­tig berei­chert und die dich Pro­bleme Stück für Stück erfolg­rei­cher bewäl­ti­gen lässt.

 

Was Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung nicht ist

Jetzt denkst du viel­leicht. Okay, das klingt ja alles sehr schön. Wie aber ent­wickle ich nun meine Per­sön­lich­keit? Wie geht gezielte Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung?

Bevor ich dar­auf mit zehn Impul­sen ein­gehe, möchte ich kurz andeu­ten, was recht ver­stan­dene Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung nach mei­nem Dafür­hal­ten nicht ist:

  • Recht ver­stan­dene Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung ist kein Ego­trip und nur auf das eigene Wohl­erge­hen fokus­siert.
  • Eine sich gesund ent­wi­ckelnde Per­sön­lich­keit baut auf einem mög­lichst sta­bi­len Selbst­wert auf und hat es nicht nötig, immer per­fekt sein zu müs­sen.
  • Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung, wie ich sie ver­stehe, ist weit­aus rei­fer, nach­hal­ti­ger und men­schen­freund­li­cher als der ver­brei­tete blinde Opti­mie­rungs­wahn, der auch vor man­chen Per­sön­lich­keits­ent­wick­lungs­pro­gram­men nicht Halt macht.

 

Wie ent­wickle ich meine Per­sön­lich­keit? Eine Liste mit 10 Impul­sen

Ins­ge­samt ist das Thema Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung ein wei­tes Feld, das du mit dei­ner eige­nen Krea­ti­vi­tät berei­chern kannst.

Emp­feh­lens­wert ist sicher als eine Art Bestands­auf­nahme mit einer bes­se­ren Kennt­nis dei­ner selbst anzu­fan­gen. Dann kannst du in wei­te­ren Schrit­ten über­le­gen, wohin du deine Prio­ri­tä­ten legen willst und in wel­che Rich­tung du dich ent­wi­ckeln möch­test.

Zugleich ist die­ser zen­trale Punkt der Selbst­kennt­nis auch eine Linie, die viele wei­tere Punkte ein­schließt und den gan­zen Pro­zess dei­ner Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung beglei­tet.

Was ist Persönlichkeitsentwicklung?

1. Erkenne dich selbst!

Um die eigene Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung aktiv zu gestal­ten, ist ein wich­ti­ger Schritt, sich selbst bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Sich um eine mög­lichst gute Kennt­nis sei­ner selbst zu bemü­hen.

Bei den Bemü­hun­gen um eine gute Selbst­er­kennt­nis (oder bes­ser: Selbst­kennt­nis) ist es ele­men­tar wich­tig, ehr­lich zu sich zu sein und mög­lichst nüch­tern und bewer­tungs­frei vor­zu­ge­hen.

Es geht darum, her­aus­zu­fin­den, wer und wie du bist. Dazu kannst du dir über­le­gen, was dich in der Tiefe moti­viert. Wie du dich oft ver­hältst oder auch wel­che Vor­lie­ben und Abnei­gun­gen du hast. Fühlst du dich bei­spiels­weise in Gesell­schaft vie­ler Men­schen beson­ders wohl oder bist du ten­den­zi­ell lie­ber alleine?

Schätze deine Stär­ken und Schwä­chen rea­lis­tisch ein und unter­schätze dich nicht!

Frag dich: Wo lie­gen deine Stär­ken, wo deine Schwä­chen, in wel­chen Berei­chen hat du beson­dere Talente? Woran erfreust du dich im Hin­blick auf dich selbst, wenn du rich­tig zufrie­den mit dir bist?

Ich hoffe sehr, dass du sol­che Zustände der Zufrie­den­heit mit dir selbst kennst und sie nicht nur ganz sel­ten vor­kom­men. Wenn letz­te­res der Fall sein sollte, gibt es für dich und ein wahr­schein­lich ange­mes­se­ne­res Selbst­bild noch viel Luft nach oben.:-)

Damit meine ich nicht, dass du dich weit bes­ser sehen sollst als du bist, son­dern es geht um eine mög­lichst rea­lis­ti­sche Selbst­wahr­neh­mung. Meine Erfah­rung zeigt, dass Men­schen, die so gut wie nie mit sich zufrie­den sind und äußerst sel­ten etwas fin­den, wor­auf sie in Bezug auf ihre eigene Per­son stolz sind, zumeist ein nega­tiv gefärb­tes Selbst­bild haben.

Natür­lich gibt es auch Men­schen, die sich unrea­lis­tisch in der Weise sehen als sie ein viel zu posi­ti­ves Bild von sich kul­ti­vie­ren. Das kann sich etwa daran zei­gen, dass ihr über­aus güns­ti­ges Bild von sich ganz und gar nicht damit über­ein­stimmt, wie sie von sehr vie­len ande­ren gese­hen wer­den.

 

2. Nutze Fremd­wahr­neh­mung und Feed­back!

Über­leg dir bei­spiels­weise, bei was wirst du gerne um Rat gefragt? Wofür loben dich andere Men­schen? Viel­leicht auch erhel­lend und nicht in jedem Fall ein Zei­chen für eine Schwä­che: Wofür wirst du geta­delt?

Neben dei­nen eige­nen Refle­xio­nen zu dir selbst frag auch Freunde, Kol­le­gen oder Fami­li­en­mit­glie­der.

Erkun­dige dich zudem bei Per­so­nen, die dich zwar gut genug ken­nen, um bestimmte Dinge mög­lichst objek­tiv ein­schät­zen zu kön­nen, die dir als Mensch jedoch rela­tiv neu­tral gegen­über­ste­hen. Die dir also nicht scha­den wol­len, dich aber auch nicht scho­nen, weil sie etwa zu rück­sichts­voll sind. Oder sich scheuen, sich bei dir unbe­liebt zu machen.

Schätze den Wert von qua­li­fi­zier­ter und kon­struk­ti­ver Kri­tik. Sie ist oft mehr wert als pures Gold.

 

3. Finde dich und deine Werte!

Neben der Selbst­er­kennt­nis ist aus mei­ner Sicht auch der Aspekt der Selbstfin­dung ein wich­ti­ges Moment der Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung. Damit meine ich eine Vision und Rich­tung für dich selbst und dein Leben.

Dazu gehö­ren neben den dar­aus zu ent­wi­ckeln­den Zie­len für ein­zelne Lebens­be­rei­che deine zen­tra­len Werte, die du in dei­nem Leben ver­wirk­li­chen willst. Habe des­halb dein Wofür fest im Blick.

Manch­mal beinhal­tet Selbst­fin­dung in die­sem Sinne auch Selbst­be­schrän­kung. Also, dass du dich von Über­flüs­si­gem trennst und dich mehr auf das für dich Wesent­li­che kon­zen­trierst. Das kann sowohl für Dinge und Inter­es­sen als auch für Men­schen und Bezie­hun­gen gel­ten.

 

4. Akzep­tiere dich, wie du bist!

Viel­leicht wun­derst du dich über die­sen Punkt. Doch bevor du etwas an dir ver­än­dern kannst, ist es wich­tig, dass du ja zu dir sagst. Dass du dich auch jetzt so anneh­men kannst, wie du eben bist. Dass du in dei­ner gan­zen (etwai­gen) Unvoll­kom­men­heit zu dir stehst und dir selbst ein guter Freund bist.

Und wie redest du (so hoffe ich) mit einem Freund? Respekt­voll und wert­schät­zend, oder?

Es ist auch und gerade im Rah­men von per­sön­li­cher Ent­wick­lung von essen­ti­el­ler Bedeu­tung, dass du dich nicht als Per­son ablehnst, son­dern allen­falls bestimmte Gewohn­hei­ten, Ver­hal­tens­wei­sen etc. an dir kri­tik­wür­dig fin­dest, die jetzt noch nicht so sind, wie sie sein könn­ten.

 

5. Werde aktiv und lebe dich selbst!

Es geht bei der Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung auch nie darum wie jemand ande­res zu wer­den, son­dern es geht immer darum, du selbst zu sein — nur eben bes­ser. Was so viel hei­ßen kann wie im Ide­al­fall die beste Ver­sion dei­ner selbst zu wer­den. Oder das zumin­dest anzu­stre­ben. Ich hatte es ja schon ange­deu­tet: Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung ist im Prin­zip eine Reise, die nie endet.

Ganz wich­tig ist hier auch: Kläre, was mach­bar ist und was nicht. Über­stei­gerte Erwar­tun­gen brin­gen nichts und machen dich nur unglück­lich. Enga­giere dich für Vor­ha­ben, die dich wirk­lich begeis­tern und fokus­siere dann auf das, was dich lang­fris­tig wei­ter­bringt. Erkenne und nutze deine indi­vi­du­el­len Stär­ken dafür.

 

6. Kon­zen­triere dich nach Kri­sen und Rück­schlä­gen vor allem auf das Gute!

Du hast bestimmt auch schon mal aus eige­ner Erfah­rung fest­ge­stellt, dass wir fast alles aus unter­schied­li­chen Blick­win­keln sehen kön­nen. Viel­leicht erin­nerst du dich an ein kon­kre­tes Bei­spiel?

Eine Krise ist nicht nur die Folge auf ein mög­li­cher­weise schlim­mes Ereig­nis, son­dern oft eine Chance für einen bes­se­ren Neu­be­ginn. Die Nie­der­lage, die viel­leicht eine Krise aus­ge­löst hat, ist nicht nur ein stö­ren­des Hin­der­nis. Sie bie­tet dar­über hin­aus die Mög­lich­keit, auf neue Ideen zu kom­men.

Ohne so weit zu gehen wie das man­che Moti­va­ti­ons­gu­rus tun, näm­lich in Kri­sen und Nie­der­la­gen nur Posi­ti­ves zu sehen, möchte ich dir ans Herz legen, aus­ge­wo­gen zu den­ken. Besinne dich auch in einer schwie­ri­gen Situa­tion auf deine innere Stärke. Und begib dich ganz bewusst auf kon­struk­tive Wege. Frag dich, wie gehe ich jetzt mit der Situa­tion um. Statt in Grü­be­leien à la „Warum musste aus­ge­rech­net mir das pas­sie­ren?“ zu ver­fal­len.

 

7. Pack Pro­bleme beherzt beim Schopf!

Du hast Pro­bleme in dei­nem Job oder hast einen Feh­ler gemacht und es will sich des­halb ein läh­men­des Gefühl der Über­for­de­rung in dir breit machen? Dir steht der Sinn zu jam­mern? Allem Mög­li­chen die Schuld zu geben und in die­ser Situa­tion zu ver­har­ren?

Schau lie­ber, wo die Ursa­chen der Pro­bleme oder dei­nes Feh­lers lie­gen und frag dich dann vor allem, wo jetzt dein Hebel ist. Viel­leicht liegt er erst­mal darin, inne­ren Abstand zu gewin­nen?

For­sche gege­be­nen­falls auch nach, ob es Ursa­chen gibt, die umfas­sen­dere Maß­nah­men erfor­dern. Oder sind in wei­ser Vor­aus­schau grö­ßere Trans­for­ma­tio­nen ange­bracht, die krea­ti­ves Den­ken und Mut erfor­dern? Mut, weil sie nicht gleich auf all­ge­meine Akzep­tanz sto­ßen wer­den und du viel­leicht aneckst.

 

8. Nimm dir regel­mä­ßig Zeit für Refle­xion!

Auch wenn du viel zu tun hast: Begrenze dein Leben nicht auf deine übli­chen All­tags­ver­rich­tun­gen, son­dern reflek­tiere regel­mä­ßig dei­nen All­tag, dei­nen Weg zu einem erfüll­te­ren Leben und dich selbst.

Frag dich bei­spiels­weise, ob du zumin­dest der gro­ben Spur nach der bist, der du sein willst und sein kannst. Über­lege, wofür du dir von nun an mehr Zeit ein­räumst.

Finde Ruhe und Inspi­ra­tion in der Medi­ta­tion. Oder schaffe dir eine andere Mög­lich­keit, bei der du ent­span­nen und in dich gehen kannst. Viel­leicht bei einem schö­nen Spa­zier­gang in der Natur?

Ein Spa­zier­gang oder ein stil­ler Ort bie­ten gute Gele­gen­hei­ten dafür, dank­bar zu sein für das Gute in dei­nem Leben. Denn das gibt es nahezu immer. Wohl­tu­end und inspi­rie­rend ist auch: Wirk­lich offen zu sein für die Mög­lich­kei­ten, die sich dir bie­ten. Und nicht nur für Pro­bleme.

Egal womit im Ein­zel­nen, nimm dir regel­mä­ßig Aus­zei­ten. Zur Ent­span­nung und um ganz bewusst aus dem täg­li­chen Hams­ter­rad aus­zu­stei­gen. Es ist wich­tig, regel­mä­ßig eine Meta­per­spek­tive ein­zu­neh­men.

 

9. Über­for­dere dich nicht!

Ich hatte es bereits ange­deu­tet: Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung ist nicht super easy und spür­bare Resul­tate sind meis­tens nicht von jetzt auf gleich zu schaf­fen. Und nicht sel­ten errei­chen wir mehr, wenn wir auf pro­funde Unter­stüt­zung zurück­grei­fen.

Vor allem an die Ehr­gei­zi­gen und die Unge­dul­di­gen hier die freund­li­che Emp­feh­lung, nicht zu viel auf ein­mal zu wol­len. Statt­des­sen ist es erfolgs­ver­spre­chen­der, Schritt für Schritt zu gehen. So ver­mei­dest du Über­for­de­rung und Demo­ti­va­tion.

Klar, kann es auch mal einen schnel­len Erfolg geben, doch das ist nicht die Regel. Recht ver­stan­de­ner Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung geht es weni­ger um Schnell­schüsse, son­dern mehr um nach­hal­tige Erfolge. Um lang­fris­tige Zufrie­den­heit. Und zum­dest in der Summe um Freude und Erfül­lung bereits auf dem Weg.

 

10. Sei mutig und bleib dran!

Weil es so wich­tig ist, hier noch ein­mal zum Thema Mut: Bewusste Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung erfor­dert neben einer star­ken Grund­mo­ti­va­tion eine gehö­rige Por­tion Mut. Wir brau­chen Mut, um erfor­der­li­chen­falls gegen den Strom zu schwim­men oder etwas Neues zu wagen. Mut für die eigene Über­zeu­gung oder den eige­nen Weg ein­zu­ste­hen. Mut, trotz der Angst zu han­deln und nicht ein­fach auf­zu­ge­ben.

Neben Mut sind Wil­lens­kraft und Selbst­dis­zi­plin wich­tige Stär­ken, die es neben guten Gewohn­hei­ten zu üben gilt. Immer wie­der wird es nötig sein, den (so genann­ten) inne­ren Schwei­ne­hund zu wür­di­gen. Und ihn trotz­dem zu über­flü­geln.

Stell dich also auch auf Miss­erfolge und Rück­schläge ein und lass dich davon nicht ent­mu­ti­gen. Diese sind nor­mal und bie­ten oft genug die Mög­lich­keit zu wach­sen und rei­fer zu wer­den. Viel­leicht suchst du dir auch gleich­ge­sinnte Mit­strei­ter?

Hab Geduld mit dir und finde Wege, dich immer wie­der neu zu moti­vie­ren.

 

Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung als Weg zu mehr inne­rer Frei­heit

Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung heißt für mich unterm Strich auch, sich selbst und sein Leben wert­zu­schät­zen. Immer mehr bei sich selbst in einer guten Weise anzu­kom­men, was auch gesunde Bezie­hun­gen zu ande­ren beför­dert. Sich sei­ner selbst bewuss­ter zu wer­den und aus allem zu ler­nen. Auch und gerade aus Feh­lern und Kri­sen.

Krea­tiv und zuver­sicht­lich an die Her­aus­for­de­run­gen, die sich uns stel­len, her­an­zu­ge­hen und das Beste dar­aus zu machen. Ohne Per­fek­tio­nis­mus, son­dern mit größt­mög­li­cher Freude und Eigen­mo­ti­va­tion.

Recht ver­stan­dene Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung ist ein Weg zu mehr inne­rer Frei­heit, Authen­ti­zi­tät und Stärke.

 

Bil­der: Myri­ams-Fotos, Anemone123

8 Antworten

  1. Hannes
    | Antworten

    Hallo Manuela!

    Der Arti­kel ist super geschrie­ben und ent­hält wich­tige Punkte. Mir gefällt das Por­tal und ich glaube, ich habe einen Blog gefun­den, den ich gern wei­ter­ver­fol­gen werde. Das Thema Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung inter­es­siert mich sehr und ich bin froh, dass es heute so leicht wie noch nie war an die Werke von Autoren wie Tony Rob­bins, John Strelecky und vie­len ande­ren.

    Ein Werk was mich über­rascht hat, da es sehr plump auf­ge­macht war, aber wirk­lich tief­ge­hende und super umsetz­bare Stra­te­gien für den eige­nen Lebens­weg und Erfolg hatte war: Rei­cher als die Geis­sens von Alex Düs­sel­dorf Fischer.

    Über Feed­back zu dem Buch würde ich mich eben­falls in den Kom­men­ta­ren freuen 🙂

    • Manuela
      | Antworten

      Hallo Han­nes,

      vie­len Dank für deine Aner­ken­nung.

      Zu dem von dir genann­ten Buch kann ich aktu­ell nichts sagen, da ich es (zumin­dest noch) nicht gele­sen habe. Ich muss zuge­ben, dass mich Bücher die­ser Art eher abschre­cken. Doch wer weiß, viel­leicht ermun­tert mich dein Kom­men­tar, in besag­tes Buch mal rein­zu­le­sen.

      Mit den bes­ten Wün­schen für dich
      Manuela

      • Manuela
        | Antworten

        Hallo Han­nes,

        muss sagen, dass mich das, was ich aus dem Buch gele­sen habe, nicht beson­ders über­zeugt hat. Mein Ein­druck ist, dass eher wenig Sub­stanz auf viel Raum aus­ge­brei­tet wird. Ich ver­mute, dass es Gehalt­vol­le­res zum Thema gibt. Womög­lich schon beim guten alten Napo­leon Hill?

        Liebe Grüße
        Manuela

        • Julia
          | Antworten

          Liebe Manuela,

          das sehe ich wie du. Ich finde das Buch “Rei­cher als die Gei­ßens” arm an wert­vol­len Infor­ma­tio­nen. Was mich dar­über hin­aus stört: die viele Wer­bung im Buch.

  2. Sevi
    | Antworten

    Tol­ler Bei­trag! Ich mag deine Sicht. Die 10 Punkte sind sehr wert­voll, da ich auch eini­ges mit­neh­men kann.

    • Dr. Manuela Sekler
      | Antworten

      Hallo Sevi,

      schön, dass dir der Bei­trag gefällt!
      Freut mich außer­dem, dass du aus dem Arti­kel etwas für dich mit­neh­men kannst.

      Alles Gute für dich und liebe Grüße
      Manuela

  3. Peter
    | Antworten

    Danke, es hat mir gut getan, mich mal wie­der zu fra­gen, was eigent­lich meine zen­tra­len Werte sind.
    Ich möchte in der nächs­ten Zeit meine Kin­der wie­der mehr loben als tadeln. — Hof­fent­lich gelingt es mir …
    Peter

    • Manuela Sekler
      | Antworten

      Lie­ber Peter,

      schön, dass der Bei­trag inspi­rie­ren konnte.
      Wün­sche viel Erfolg bei dei­nem Vor­ha­ben!

      Herz­lichst
      Manuela

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