Rück­schläge meis­tern: Der viel­leicht wich­tigste Hebel

Rück­schläge meis­tern: Der viel­leicht wich­tigste Hebel

hat 2 Kommentare

Last Updated on 6. Januar, 2021 by Manuela

 

Rück­schläge tun weh

Du muss­test einen bit­te­ren Rück­schlag ein­ste­cken und das nimmt dich gedank­lich voll in Beschlag? Du fühlst dich rich­tig fest­ge­fah­ren und weißt gar nicht, wie du aus die­ser Num­mer wie­der herauskommst?

Dann gibt es womög­lich einen zen­tra­len Hebel, der dich ein ent­schei­den­des Stück vor­an­brin­gen kann.

Ich habe ihn zu einer Rede geladen.

Doch davor die Frage:

Was für eine Art von Rück­schlag ist es bei dir?

  • Viel­leicht das Schei­tern eines wich­ti­gen Pro­jekts, obwohl du so viel dafür gege­ben hast,
  • das Miss­lin­gen eines Mei­len­steins bei der Ver­wirk­li­chung dei­nes Traums,
  • eine schmerz­li­che Ent­täu­schung in dei­ner Part­ner­schaft oder auch etwas ganz anderes?

Was mich betrifft, so bin ich in mei­nem bis­he­ri­gen Leben von Rück­schlä­gen nicht gerade ver­schont geblie­ben. Und lei­der darf ich nicht behaup­ten, dass ich sie alle mühe­los über­wun­den und immer einen vor­bild­li­chen Umgang mit mit ihnen gepflegt hätte. Doch in der Summe haben sie mich eini­ges gelehrt und Ent­schei­den­des zu mei­ner Ent­wick­lung beigetragen.

Mög­li­cher­weise hat es für dich in letz­ter Zeit sogar meh­rere Rück­schläge gege­ben? In jedem Fall wün­sche dir von Her­zen, dass es bald wie­der bes­sere Zei­ten für dich gibt. Und dass du jetzt gut durch deine Her­aus­for­de­run­gen kommst.

 

 

Ein oft wich­ti­ger Hebel bei Rück­schlä­gen ist anspruchs­voll … und wirkungsmächtig

Viel­leicht kann ich mit den fol­gen­den Zei­len ein wenig dazu bei­tra­gen. Genauer gesagt, dir den bereits ange­spro­che­nen Hebel für Rück­schläge ans Herz legen, der so viel bewir­ken kann. Zumin­dest hat er das bei mir getan und bei vie­len ande­ren auch.

Und nun, höre ich dich fra­gen, worin besteht er denn nun? -

Du bringst mich ein wenig in Ver­le­gen­heit. Ich bin mir plötz­lich gar nicht mehr so sicher, ob du ihn wirk­lich ken­nen­ler­nen willst. Denn sein ers­tes Ant­litz ist alles andere als char­mant und seine Anwen­dung im ers­ten Moment nicht gerade bequem.

Doch auf der ande­ren Seite wäre es unver­ant­wort­lich, ihn dir vor­zu­ent­hal­ten, weil du mit ihm vor allem auf mitt­lere und län­gere Sicht nur gewin­nen kannst.

 

Dein größ­ter Feind bei Rück­schlä­gen: Die Opferrolle

Ach­tung, der Hebel spricht:

Egal, wie schlimm, unge­recht oder ein­fach super­är­ger­lich dir die Sache erscheint, von der du gerade betrof­fen bist:

  1. Hör trotz­dem damit auf, dar­über zu jammern!
  2. Ver­zichte in dei­nem eige­nen Inter­esse dar­auf, alle mög­li­chen Schul­di­gen zu suchen!
  3. Wider­stehe unbe­dingt der Ver­su­chung, dich in der Opfer­rolle zu suh­len wie in einem seich­ten Gewässer!

Übri­gens, gar nicht des­halb, weil du nicht mög­li­cher­weise Opfer oder Leid­tra­gen­der von etwas gewor­den bist, wofür du nichts kannst, das ist näm­lich durch­aus mög­lich und wirk­lich fair ist so etwas natür­lich nicht. Es schert sich nur kei­ner drum und dir bringt es auch nix, wirk­lich rein gar nix, dich dar­über zu grämen!”

Soweit die ener­gi­sche Rede des Hebels.

 

Küm­mere dich nach Rück­schlä­gen gut um dich und deine Selbstwirksamkeit

Ich ergänze und führe wei­ter aus:

Zwar hast du mög­li­cher­weise eine kurz­fris­tige emo­tio­nale Ent­las­tung, wenn du in den Opfer­mo­dus gehst und dich bemit­lei­dest, doch mit­tel- und län­ger­fris­tig scha­dest du dir damit enorm.

Denn in die­sem Modus nimmst du dir die Ener­gie, um in einer guten Weise damit vor­an­zu­kom­men, was dir wich­tig ist.

Je frü­her und ent­schie­de­ner du dir das bewusst machst, umso bes­ser für dein Vor­wärts­kom­men und für dein men­ta­les Befinden.

Damit meine ich nicht, dass du Rück­schläge am bes­ten dadurch meis­terst, indem du die so schmerz­haft gefühlte Unge­rech­tig­keit oder den mög­li­cher­weise bestehen­den eige­nen Anteil ein­fach nur wegschiebst.

Das soll­test du defi­ni­tiv nicht tun, son­dern es geht ganz wich­tig darum,

  1. den erfor­der­li­chen Abstand zum Gesche­he­nen zu fin­den und
  2. im Anschluss den Rück­schlag bzw. das nun mal Gesche­hene in ange­mes­se­ner Weise zu ana­ly­sie­ren. Vor allem, wenn es Dinge gibt, aus denen du ler­nen kannst oder die du das nächste Mal mög­li­cher­weise bes­ser machen kannst.
  3. Ange­mes­sen bedeu­tet, es mit der Ana­lyse nicht zu über­trei­ben, dich nicht darin zu ver­ha­ken. Deine Ana­lyse sollte zu einem über­schau­ba­ren Zeit­punkt fer­tig sein und dann kon­zen­triere dich dar­auf, eine Lösung und einen Plan für das zu fin­den, was jetzt für dich ansteht und dann die nöti­gen Schritte dafür zu tun.

Ich kann dir auch aus eige­ner Erfah­rung ver­si­chern: In dem Moment, in dem du das Mind­set eines Opfers los­lässt und eine Lösung dafür fin­dest, wie du nun wei­ter vor­gehst und die ent­spre­chen­den Schritte unter­nimmst, wird es dir wie­der viel bes­ser gehen.

Warum? Weil du dir damit deine Macht, dei­nen Glau­ben in die eigene Wirk­sam­keit zurück­holst. Was, neben­bei bemerkt, auch die Kon­trolle über deine Gedan­ken, das Fin­den einer geeig­ne­ten Hal­tung einschließt.

 

Lass Rück­schläge los und finde wie­der in den Modus des Handelns

Du ver­schwen­dest deine wert­volle Zeit und deine noch wert­vol­lere Lebens­en­er­gie dann nicht län­ger mit dem, was du gar nicht in der Hand hast, näm­lich mit dem bereits unwi­der­ruf­lich Gesche­he­nen, mit den Umstän­den des Rück­schlags. Son­dern mit einem lösungs­ori­en­tier­ten Den­ken lenkst du dei­nen Fokus wie­der auf das, was in dei­ner Macht, was in dei­nem Ein­fluss­be­reich liegt.

Und wor­auf hast du immer Ein­fluss, sofern du nicht gerade bewusst­los auf dem Boden liegst? Genau — auf dein eige­nes Den­ken und Handeln.

Du siehst es selbst. Es geht hier also ganz wich­tig darum, den nun mal gesche­he­nen Rück­schlag los­zu­las­sen und dir deine Hand­lungs­macht zurück­zu­ho­len. Kraft­voll und beson­nen. In för­der­li­cher und kon­struk­ti­ver Weise aktiv zu wer­den. Dein even­tu­ell ver­rutsch­tes Krön­chen wie­der zu rich­ten und das dir aktu­ell best­mög­li­che Tun zu wäh­len, um wie­der immer mehr in den Hand­lungs­mo­dus zu kom­men. Sei es anfäng­lich auch nur das Gewin­nen eines men­ta­len Abstands durch dei­nen inne­ren siche­ren Ort oder einer Runde Lau­fen. Oder indem du ein für dich geeig­ne­tes Buch liest.

Und wer das schon ein­mal erlebt hat, das all­mäh­li­che Wie­der­ein­schwin­gen in den Fluss des Han­delns, der weiß, was für ein unglaub­lich befrei­en­des Gefühl das ist.

 

Bild: Publi­c­Do­main­Pic­ture

2 Antworten

  1. Manuela
    | Antworten

    Genau. Es ist heil­sam und trans­for­mie­rend, das zu erken­nen und wirk­lich zu verinnerlichen.

  2. Gabriele
    | Antworten

    Die Ver­gan­gen­heit liegt hin­ter uns, aber die Zukunft liegt VOR uns!

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