Rück­schlä­ge meis­tern: Der viel­leicht wich­tigs­te He­bel

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Ak­tua­li­siert am 1. No­vem­ber, 2021 von Ma­nue­la

 

Rück­schlä­ge tun weh

Du muss­test ei­nen bit­te­ren Rück­schlag ein­ste­cken und das nimmt dich ge­dank­lich voll in Be­schlag? Du fühlst dich rich­tig fest­ge­fah­ren und weißt gar nicht, wie du aus die­ser Num­mer wie­der her­aus­kommst?

Dann gibt es wo­mög­lich ei­nen zen­tra­len He­bel, der dich ein ent­schei­den­des Stück vor­an­brin­gen kann.

Ich ha­be ihn zu ei­ner Re­de ge­la­den.

Doch da­vor die Fra­ge:

Was für ei­ne Art von Rück­schlag ist es bei dir?

  • Viel­leicht das Schei­tern ei­nes wich­ti­gen Pro­jekts, ob­wohl du so viel da­für ge­ge­ben hast,
  • das Miss­lin­gen ei­nes Mei­len­steins bei der Ver­wirk­li­chung dei­nes Traums,
  • ei­ne schmerz­li­che Ent­täu­schung in dei­ner Part­ner­schaft oder auch et­was ganz an­de­res?

Was mich be­trifft, so bin ich in mei­nem bis­he­ri­gen Le­ben von Rück­schlä­gen nicht ge­ra­de ver­schont ge­blie­ben. Und lei­der darf ich nicht be­haup­ten, dass ich sie al­le mü­he­los über­wun­den und im­mer ei­nen vor­bild­li­chen Um­gang mit mit ih­nen ge­pflegt hät­te. Doch in der Sum­me ha­ben sie mich ei­ni­ges ge­lehrt und Ent­schei­den­des zu mei­ner Ent­wick­lung bei­getra­gen.

Mög­li­cher­wei­se hat es für dich in letz­ter Zeit so­gar meh­re­re Rück­schlä­ge ge­ge­ben? In je­dem Fall wün­sche dir von Her­zen, dass es bald wie­der bes­se­re Zei­ten für dich gibt. Und dass du jetzt gut durch dei­ne Her­aus­for­de­run­gen kommst.

 

 

Ei­ner der He­bel bei Rück­schlä­gen ist echt an­spruchs­voll … und wir­kungs­mäch­tig

 

Rückschläge meistern wir am besten, indem wir selbsttätig den Heben benutzen, den wir haben. Auf dem Bild ist ein Kunstwerk aus Stein zur Veranschaulichung.

 

Viel­leicht kann ich mit den fol­gen­den Zei­len ein we­nig da­zu bei­tra­gen. Ge­nau­er ge­sagt, dir den be­reits an­ge­spro­che­nen He­bel für Rück­schlä­ge ans Herz le­gen, der so viel be­wir­ken kann. Zu­min­dest hat er das bei mir ge­tan und bei vie­len an­de­ren auch.

Und nun, hö­re ich dich fra­gen, wor­in be­steht er denn nun? -

Du bringst mich ein we­nig in Ver­le­gen­heit. Ich bin mir plötz­lich gar nicht mehr so si­cher, ob du ihn wirk­lich ken­nen­ler­nen willst. Denn sein ers­tes Ant­litz ist al­les an­de­re als char­mant und sei­ne An­wen­dung im ers­ten Mo­ment nicht ge­ra­de be­quem.

Doch auf der an­de­ren Sei­te wä­re es un­ver­ant­wort­lich, ihn dir vor­zu­ent­hal­ten, weil du mit ihm vor al­lem auf mitt­le­re und län­ge­re Sicht nur ge­win­nen kannst.

 

Dein größ­ter Feind bei Rück­schlä­gen: Die Op­fer­rol­le

Ach­tung, der He­bel spricht:

Egal, wie schlimm, un­ge­recht oder ein­fach su­per­är­ger­lich dir die Sa­che er­scheint, von der du ge­ra­de be­trof­fen bist:

  1. Hör trotz­dem da­mit auf, dar­über zu jam­mern!
  2. Ver­zich­te in dei­nem ei­ge­nen In­ter­es­se dar­auf, al­le mög­li­chen Schul­di­gen zu su­chen!
  3. Wi­der­ste­he un­be­dingt der Ver­su­chung, dich in der Op­fer­rol­le zu suh­len wie in ei­nem seich­ten Ge­wäs­ser!

Üb­ri­gens, gar nicht des­halb, weil du nicht mög­li­cher­wei­se Op­fer oder Leid­tra­gen­der von et­was ge­wor­den bist, wo­für du nichts kannst, das ist näm­lich durch­aus mög­lich und wirk­lich fair ist so et­was na­tür­lich nicht. Es schert sich nur kei­ner drum und dir bringt es auch nix, wirk­lich rein gar nix, dich dar­über zu grä­men!”

So­weit die en­er­gi­sche Re­de des He­bels.

 

Küm­me­re dich nach Rück­schlä­gen gut um dich und dei­ne Selbst­wirk­sam­keit

Ich er­gän­ze und füh­re wei­ter aus:

Zwar hast du mög­li­cher­wei­se ei­ne kurz­fris­ti­ge emo­tio­na­le Ent­las­tung, wenn du in den Op­fer­mo­dus gehst und dich be­mit­lei­dest, doch mit­tel- und län­ger­fris­tig scha­dest du dir da­mit enorm.

Denn in die­sem Mo­dus nimmst du dir die En­er­gie, um in ei­ner gu­ten Wei­se da­mit vor­an­zu­kom­men, was dir wich­tig ist.

Je frü­her und ent­schie­de­ner du dir das be­wusst machst, um­so bes­ser für dein Vor­wärts­kom­men und für dein men­ta­les Be­fin­den.

Da­mit mei­ne ich nicht, dass du Rück­schlä­ge am bes­ten da­durch meis­terst, in­dem du die so schmerz­haft ge­fühl­te Un­ge­rech­tig­keit oder den mög­li­cher­wei­se be­stehen­den ei­ge­nen An­teil ein­fach nur weg­schiebst.

Das soll­test du de­fi­ni­tiv nicht tun, son­dern es geht ganz wich­tig dar­um,

  1. den er­for­der­li­chen Ab­stand zum Ge­sche­he­nen zu fin­den und
  2. im An­schluss den Rück­schlag bzw. das nun mal Ge­sche­he­ne in an­ge­mes­se­ner Wei­se zu ana­ly­sie­ren. Vor al­lem, wenn es Din­ge gibt, aus de­nen du ler­nen kannst oder die du das nächs­te Mal mög­li­cher­wei­se bes­ser ma­chen kannst.
  3. An­ge­mes­sen be­deu­tet, es mit der Ana­ly­se nicht zu über­trei­ben, dich nicht dar­in zu ver­ha­ken. Dei­ne Ana­ly­se soll­te zu ei­nem über­schau­ba­ren Zeit­punkt fer­tig sein und dann kon­zen­trie­re dich dar­auf, ei­ne Lö­sung und ei­nen Plan für das zu fin­den, was jetzt für dich an­steht und dann die nö­ti­gen Schrit­te da­für zu tun.

Ich kann dir auch aus ei­ge­ner Er­fah­rung ver­si­chern: In dem Mo­ment, in dem du das Mind­set ei­nes Op­fers los­lässt und ei­ne Lö­sung da­für fin­dest, wie du nun wei­ter vor­gehst und die ent­spre­chen­den Schrit­te un­ter­nimmst, wird es dir wie­der viel bes­ser ge­hen.

War­um? Weil du dir da­mit dei­ne Macht, dei­nen Glau­ben in die ei­ge­ne Wirk­sam­keit zu­rück­holst. Was, ne­ben­bei be­merkt, auch die Kon­trol­le über dei­ne Ge­dan­ken, das Fin­den ei­ner ge­eig­ne­ten Hal­tung ein­schließt.

 

Lass Rück­schlä­ge los und fin­de wie­der in den Mo­dus des Han­delns

Du ver­schwen­dest dei­ne wert­vol­le Zeit und dei­ne noch wert­vol­le­re Le­bens­en­er­gie dann nicht län­ger mit dem, was du gar nicht in der Hand hast, näm­lich mit dem be­reits un­wi­der­ruf­lich Ge­sche­he­nen, mit den Um­stän­den des Rück­schlags. Son­dern mit ei­nem lö­sungs­ori­en­tier­ten Den­ken lenkst du dei­nen Fo­kus wie­der auf das, was in dei­ner Macht, was in dei­nem Ein­fluss­be­reich liegt.

Und wor­auf hast du im­mer Ein­fluss, so­fern du nicht ge­ra­de be­wusst­los auf dem Bo­den liegst? Ge­nau – auf dein ei­ge­nes Den­ken und Han­deln.

Du siehst es selbst. Es geht hier al­so ganz wich­tig dar­um, den nun mal ge­sche­he­nen Rück­schlag los­zu­las­sen und dir dei­ne Hand­lungs­macht zu­rück­zu­ho­len. Kraft­voll und be­son­nen. In för­der­li­cher und kon­struk­ti­ver Wei­se ak­tiv zu wer­den.

Dein even­tu­ell ver­rutsch­tes Krön­chen wie­der zu rich­ten und das dir ak­tu­ell best­mög­li­che Tun zu wäh­len, um wie­der im­mer mehr in den Hand­lungs­mo­dus zu kom­men.

Sei es an­fäng­lich auch nur das Ge­win­nen ei­nes men­ta­len Ab­stands durch dei­nen in­ne­ren si­che­ren Ort oder ei­ner Run­de Lau­fen. Viel­leicht auch, in­dem du ein in­spi­rie­ren­des Buch liest.

Und wer das schon ein­mal er­lebt hat, das all­mäh­li­che Wie­der­ein­schwin­gen in den Fluss des Han­delns, der weiß, was für ein un­glaub­lich be­frei­en­des Ge­fühl das ist.

 

Bild: Pu­bli­c­Do­main­Pic­tu­re

2 Responses

  1. Manuela
    | Antworten

    Ge­nau. Es ist heil­sam und trans­for­mie­rend, das zu er­ken­nen und wirk­lich zu ver­in­ner­li­chen.

  2. Gabriele
    | Antworten

    Die Ver­gan­gen­heit liegt hin­ter uns, aber die Zu­kunft liegt VOR uns!

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