Selbst­zwei­fel über­win­den: 4 Schrit­te in ein er­füll­te­res Le­ben!

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Ak­tua­li­siert am 1. De­zem­ber, 2021 von Ma­nue­la

Sind Selbst­zwei­fel grund­sätz­lich schlecht?

Hörst du im­mer wie­der, dass wir un­se­re Selbst­zwei­fel über­win­den sol­len? Dass Selbst­zwei­fel et­was Schlech­tes sind?

Und du bist dei­ner­seits je­mand, der eher viel an sich zwei­felt als we­nig?

Herz­li­chen Glück­wunsch! Und das mei­ne ich ganz ernst! Denn dann ge­hörst du si­cher nicht zur Spe­zi­es der rück­sichts­lo­sen Dampf­plau­de­rer, son­dern bist ei­ner der lie­bens­wür­di­gen Men­schen, die fä­hig sind, sich zu re­flek­tie­ren und sich selbst und ihr Tun auch mal in Fra­ge zu stel­len.

Viel­leicht bist du ein Mensch, zu des­sen Stär­ken es zählt, dass er nicht mehr ver­spricht, als er hal­ten kann. Ein Mensch, der kei­ne un­be­dach­ten Ri­si­ken ein­geht, und viel­leicht auch ein Mensch, der eher in­tro­ver­tiert ist und der sei­ne Kol­le­gen, Fa­mi­li­en­mit­glie­der und Freun­de nicht ein­fach mit ei­nem Über­maß an Do­mi­nanz über­rollt.

Gleich­wohl ha­ben Selbst­zwei­fel auch Nach­tei­le. Vor al­lem dann, wenn sie zu stark aus­ge­prägt sind. Be­son­ders är­ger­lich und be­dau­erns­wert ist, wenn dich Selbst­zwei­fel dar­an hin­dern, dein Le­ben nach dei­nen ei­ge­nen Vor­stel­lun­gen auf­zu­bau­en und zu ge­stal­ten.

Ger­ne möch­te ich des­halb vier Schrit­te mit dir tei­len, die dich da­bei un­ter­stüt­zen, über­flüs­si­ge und blo­ckie­ren­de Selbst­zwei­fel zu über­win­den – da­mit du end­lich mehr Leich­tig­keit, mehr un­be­schwer­te Schaf­fens­kraft und ein ins­ge­samt glück­li­che­res Le­ben ge­nie­ßen kannst!

 

So über­win­dest du un­ge­sun­de Selbst­zwei­fel!

1. Selbst­zwei­fel über­win­den: Der ers­te Schritt ist Ge­wahr­wer­den und Be­wusst­sein

Oft ent­ste­hen Selbst­zwei­fel dar­aus, dass wir un­se­ren Fo­kus im­mer nur auf un­se­re Feh­ler und Miss­erfol­ge len­ken und un­se­re Er­fol­ge ge­flis­sent­lich über­se­hen oder sie klein­re­den. Ei­ne be­stimm­te Va­ri­an­te da­von ist üb­ri­gens, dass wir es ger­ne auf un­ver­dien­tes Zu­falls­glück schie­ben, wenn uns et­was ganz of­fen­sicht­lich her­vor­ra­gend ge­lun­gen ist.

Wenn du dei­ner­seits die­sen Fo­kus hast, wer­de dir des­sen be­wusst und sor­ge ab jetzt für ei­nen aus­ge­wo­ge­ne­ren Blick auf dich selbst und be­rück­sich­ti­ge auch dei­ne Er­fol­ge! Schau dar­über hin­aus auf die vie­len (schein­ba­ren) Klei­nig­kei­ten, in de­nen du gut bist und für die du mög­li­cher­wei­se auch von an­de­ren ge­schätzt wirst, oh­ne es zu wis­sen.

Ein wei­te­rer be­deut­sa­mer Aspekt von acht­sa­mer und be­wuss­ter Le­bens­füh­rung in Be­zug auf dein Selbst­be­wusst­sein kann sein, dir zu ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass du dei­nen Selbst­zwei­feln und dei­ner Un­si­cher­heit nicht ein­fach aus­ge­lie­fert bist. Es ist es­sen­ti­ell wich­tig, dass du dir dies wirk­lich ganz ent­schie­den be­wusst machst. Du darfst dir ver­in­ner­li­chen, dass du selbst dei­ne mo­men­ta­ne Si­tua­ti­on hin zum Bes­se­ren ver­wan­deln kannst.

Wie ge­lingt dir das bzw. wie kommst du da­hin?

Von fun­da­men­ta­ler Be­deu­tung ist es in die­sem Zu­sam­men­hang, zwi­schen Ge­füh­len und Tat­sa­chen zu un­ter­schei­den.

Wenn du zum Bei­spiel das Ge­fühl hast, dass du nicht gut ge­nug bist oder et­was nicht kannst, muss das noch lan­ge nicht der Wirk­lich­keit ent­spre­chen, son­dern es ent­springt mög­li­cher­wei­se al­lein ei­nem Ge­fühl.

Viel­leicht hast du dar­über hin­aus auch schon ein­mal fest­ge­stellt, dass es manch­mal vor al­lem von un­se­rer mo­men­ta­nen Stim­mung ab­hängt, was wir ge­ra­de von uns hal­ten.

Da­her ist es su­per wich­tig, zu­min­dest von Zeit zu Zeit ganz be­wusst dar­auf zu ach­ten, was Fak­ten auf der ei­nen Sei­te und was auf der an­de­ren Sei­te un­se­re Ge­dan­ken und Ge­füh­le sind.

Wie­viel Über­ein­stim­mung gibt’s hier wirk­lich?

Ist es nicht manch­mal so, dass die Fak­ten viel mehr für dich und das, was du gut ge­macht hast, spre­chen, als du es dir zu­ge­stehst?

Oft wür­di­gen wir un­se­re po­si­ti­ven Er­fah­run­gen und klei­nen Er­fol­ge viel zu we­nig und rich­ten un­se­ren Fo­kus viel zu sehr auf das, was nicht so gut war.

Be­mü­he dich al­so um ei­ne aus­ge­wo­ge­ne­re Er­in­ne­rung und be­ach­te auf kei­nen Fall ein­sei­tig dei­ne Feh­ler und Miss­erfol­ge. Oder bild­lich aus­ge­drückt: Lö­sche den Schat­ten, den du über dei­ne Selbst­wahr­neh­mung ge­legt hast!

 

Selbstzweifel überwinden

 

2. Lass Selbst­zwei­fel und ne­ga­ti­ve Ge­dan­ken nicht ein­fach ge­wäh­ren!

Wie be­reits an­ge­deu­tet, bist du dei­nen Ge­dan­ken und Ge­füh­len nicht ein­fach aus­ge­lie­fert. Klar, nor­ma­ler­wei­se kannst du sie nicht 1 zu 1 kon­trol­lie­ren, aber sehr wohl be­ein­flus­sen. Zu­min­dest dann, wenn du weit­ge­hend psy­cho­lo­gisch ge­sund bist.

Wie kannst du ne­ga­ti­ve Ge­dan­ken und Ge­füh­le be­ein­flus­sen? Wenn Selbst­zwei­fel und ne­ga­ti­ve Ge­dan­ken kom­men, gib ih­nen nicht be­lie­big nach, son­dern hin­ter­fra­ge sie kri­tisch. In­wie­fern sind sie be­rech­tigt, in­wie­fern scha­den sie dir nur?

Dar­über hin­aus gibt es auch die Stra­te­gie des Ge­dan­ken­stopps: Wenn du merkst, dass dei­ne un­pro­duk­ti­ven Selbst­zwei­fel im­mer stär­ker wer­den und dro­hen, die Kon­trol­le über dich und dein Den­ken und Füh­len zu über­neh­men, sag in­ner­lich „Stopp!“ und len­ke dei­ne Ge­dan­ken ge­zielt in ei­ne an­de­re Rich­tung, z.B. in Rich­tung dei­ner bis­he­ri­gen Er­fol­ge oder auf das, was in den letz­ten Ta­gen gut war. Viel­leicht ge­lingt dir die­se Stra­te­gie nicht gleich auf An­hieb, aber mit ei­ni­ger Übung wird es im­mer bes­ser.

Da­ne­ben kann es auch er­leich­tern, wenn wir mal mit em­pa­thi­schen und wohl­mei­nen­den Men­schen über un­se­re Selbst­zwei­fel spre­chen. Sol­che Ge­sprä­che soll­ten al­ler­dings nicht zu ei­ner Ge­wohn­heit wer­den da­hin­ge­hend, dass wir un­se­re Selbst­zwei­fel in schäd­li­cher Wei­se kul­ti­vie­ren.

 

3. Ver­zich­te dar­auf, dich un­re­flek­tiert mit an­de­ren zu ver­glei­chen!

In vie­len Fäl­len ent­ste­hen Selbst­zwei­fel dar­aus, dass wir uns mit an­de­ren Men­schen ver­glei­chen. Vor­zugs­wei­se mit sol­chen, die uns in ei­nem be­stimm­ten Be­reich über­le­gen sind. Ob­wohl uns das ge­nau­er be­se­hen auch an­spor­nen könn­te, un­se­rer­seits in die­sem Be­reich eben­falls bes­ser zu wer­den, führt das in der Rea­li­tät viel zu oft zu un­ge­sun­den Er­war­tun­gen.

Ich neh­me an, du ahnst es: Da­mit sind Ent­täu­schung und Frust mehr oder we­ni­ger vor­pro­gram­miert.

Doch kön­nen wir dies leicht ver­mei­den, wenn wir uns recht­zei­tig klar­ma­chen, dass wir selbst und die be­tref­fen­de an­de­re Per­son je­weils In­di­vi­du­en sind mit ei­ner in­di­vi­du­el­len und span­nen­den Kom­bi­na­ti­on aus be­stimm­ten ei­ge­nen Vor­aus­set­zun­gen und Stär­ken. In­so­fern ist ein Ver­gleich nicht nur kon­tra­pro­duk­tiv, son­dern macht auch nicht wirk­lich Sinn.

Des­halb ist es für ein gu­tes Selbst­wert­ge­fühl und für die Über­win­dung von un­ge­sun­den Selbst­zwei­feln äu­ßerst vor­teil­haft, wenn du dir im­mer wie­der ver­ge­gen­wär­tigst: Die Per­son, mit der es am ziel­füh­rends­ten ist, dass du dich mit ihr ver­gleichst, bist du selbst!

Zu­min­dest, wenn du dies acht­sam tust und da­bei auf Le­bens­be­rei­che ver­zich­test, wo das selbst­ver­ständ­lich nicht der Fall sein kann. So ist es – lo­gi­scher­wei­se – in den meis­ten Fäl­len kon­tra­pro­duk­tiv, wenn du bei­spiels­wei­se als Mensch von 50 Jah­ren dei­ne kör­per­li­che Fit­ness mit der­je­ni­gen ver­gleichst, die du als jun­ger Er­wach­se­ner hat­test.

Mach dir viel­mehr be­wusst, in wel­chen Le­bens­be­rei­chen du dich zum Bei­spiel men­tal wei­ter­ent­wi­ckelt hast oder was du schon al­les ge­lernt und er­reicht hast. Je mehr du dich dar­auf fo­kus­sierst, des­to bes­ser kannst du un­pro­duk­ti­ve Selbst­zwei­fel über­win­den. Nicht nur un­ser Kör­per durch Sport und Be­we­gung, auch men­ta­le Stär­ke lässt sich trai­nie­ren.

 

4. Lass dich von dei­nen Selbst­zwei­feln nicht aus­brem­sen!

Vie­le Selbst­zwei­fel ste­hen in ei­nem en­gen Zu­sam­men­hang mit be­gren­zen­den Glau­bens­sät­zen.

Was mei­ne ich da­mit? Oh­ne es an der Rea­li­tät über­prüft zu ha­ben, gehst du da­von aus, dass du für et­was nicht gut ge­nug bist oder du so­wie­so schei­tern wirst, wenn du mal all dei­nen Mut zu­sam­men­packst und dich et­was Grö­ße­res traust – et­wa ei­ne be­ruf­li­che Un­ter­neh­mung, die du zum ers­ten Mal machst oder ei­ne be­son­de­re Ak­ti­on mit dei­nem Part­ner.

Hier lohnt es sich, wenn du dich fragst: Was ge­nau gibt dir ei­gent­lich das Recht da­zu, dich und das, was du dir zu­trau­en darfst, ein­fach so mir nichts dir nichts klein­zu­den­ken?

Aus mei­ner Sicht ver­pas­sen wir ein­fach zu viel er­füll­tes Le­ben, wenn wir nicht im­mer mehr ler­nen, un­nö­ti­ge und schäd­li­che Selbst­zwei­fel zu über­win­den!

Wenn wir nicht ver­in­ner­li­chen, dass es bei den klei­ne­ren und grö­ße­ren Auf­ga­ben und Aben­teu­ern in un­se­rem Le­ben im­mer wie­der dar­um geht, trotz mög­li­cher­wei­se be­stehen­den Zwei­feln an uns selbst et­was zu wa­gen, oh­ne dass wir des­halb gleich zu leicht­sin­ni­gen Drauf­gän­gern wer­den.

Dass es auch sein darf, et­was ein­fach mal zu tun, oh­ne es im Vor­feld mi­nu­ti­ös ge­plant zu ha­ben, be­vor der al­ler­ers­te kleins­te Schritt un­ter­nom­men wird. Und ja, manch­mal ist der Spruch „Da wo die Angst ist, ist der Weg!“ tat­säch­lich ein gu­ter Weg­wei­ser!

 

Selbst­zwei­fel über­win­den: Be­wusst­sein – Stär­ken – Wer­te

Um zum Schluss noch ein­mal auf das so be­deut­sa­me The­ma Be­wusst­sein im Hin­blick auf un­ge­sun­de Selbst­zwei­fel zu­rück­zu­kom­men:

Mach dir be­wusst, was du in dei­nem Le­ben schon er­reicht hast, was dei­ne Stär­ken sind und vor al­lem auch dei­ne Wer­te – und über­le­ge dir, wie du sie im­mer mehr in dei­nen All­tag ein­flie­ßen lässt und im­mer mehr dein Le­ben an ih­nen aus­rich­test.

Du wirst se­hen, dass dich dies bei­na­he ganz ne­ben­bei da­bei un­ter­stützt, dich auf Wich­ti­ge­res und Er­fül­len­de­res zu fo­kus­sie­ren als auf un­ge­sun­de und zu­dem un­pro­duk­ti­ve Selbst­zwei­fel. Dar­über hin­aus wirst du dich mehr in dei­ner Kraft füh­len und dei­ne Träu­me und Zie­le mit viel mehr Leich­tig­keit und Freu­de er­rei­chen.

 

In­di­vi­du­ell be­glei­te­ter On­line­kurs für ei­ne be­grenz­te Teil­neh­mer­zahl: “End­lich wis­sen, was ich wirk­lich will und leich­ter mei­ne Zie­le er­rei­chen!” – Un­ver­bind­lich vor­mer­ken und vor­ab in­for­miert wer­den?
Ja, das will ich!

 

2 Responses

  1. Merle
    | Antworten

    Dan­ke für die hilf­rei­chen Tipps und vor al­lem auch für die Wür­di­gung mei­ner Selbst­zwei­fel im Vor­spann.

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