Mehr men­ta­le Stär­ke für nach­hal­ti­gen Le­bens­er­folg

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Ak­tua­li­siert am 14. Ju­li, 2021 von Ma­nue­la

Wünschst du dir mehr men­ta­le Stär­ke?

Du kämpfst im­mer wie­der mit Zwei­feln an dir selbst und wünschst dir mehr men­ta­le Stär­ke für her­aus­for­dern­de Si­tua­tio­nen? Oder du weißt ei­gent­lich, dass dei­ne Leis­tung top ist. Doch bist du ziem­lich er­folg­reich dar­in, das vor an­de­ren und so­gar vor dir selbst zu ver­ber­gen?

Dann könn­test du viel Gu­tes für dich tun, wenn du dein in­ne­res und äu­ße­res Stan­ding ver­bes­serst.

 

Deine mentale Stärke liegt zwischen deinen Ohren!

 

Denn wer sich stark und in sei­ner Kraft fühlt, lebt viel frei­er und leich­ter. Wird von an­de­ren als weit­aus kom­pe­ten­ter wahr­ge­nom­men und ist viel öf­ter in der La­ge, auch bei auf­tau­chen­den Hin­der­nis­sen ge­las­sen und sou­ve­rän zu han­deln.

Ein in­ner­lich und men­tal star­ker Mensch weiß, was er will und was er kann und ge­rät nicht so leicht aus sei­ner Mit­te, wenn die Din­ge ein­mal an­ders lau­fen als ge­wünscht.

Wo vie­le an­de­re frus­triert auf­ge­ben und sich ih­ren Selbst­zwei­feln aus­lie­fern, geht es für ihn ans Ein­ge­mach­te. Er weiß, dass im Le­ben nicht im­mer al­les nach Plan läuft und neue Her­aus­for­de­run­gen und Pro­ble­me ein­fach mit da­zu­ge­hö­ren. Miss­erfol­ge und Rück­schlä­ge ver­bucht er nicht gleich als An­griff auf sein Selbst­be­wusst­sein, son­dern lernt dar­aus und macht wei­ter.

Mög­li­cher­wei­se steht er so auch Schick­sals­schlä­gen, die sich selbst­ver­ständ­lich nie­mand wünscht, et­was we­ni­ger un­vor­be­rei­tet ge­gen­über als an­de­re und kann sich bes­ser auf die neue Si­tua­ti­on ein­stel­len.

 

Pe­tras Ge­schich­te – ein Bei­spiel für her­aus­ra­gen­de men­ta­le Stär­ke

So zum Bei­spiel Pe­tra – das Pa­ra­de­bei­spiel ei­ner ziel­stre­bi­gen und en­ga­gier­ten Kar­rie­re­frau. Pe­tra war er­folg­reich als Ab­tei­lungs­lei­te­rin ei­ner gro­ßen Fir­ma, bis sie ei­nen schwe­ren Un­fall er­litt. Zu­nächst war un­klar, wie sich ihr ge­sund­heit­li­cher Zu­stand ent­wi­ckeln wür­de und ob sie ih­ren Be­ruf je wie­der wür­de aus­üben kön­nen. Doch nach an­fäng­li­cher Ver­zweif­lung ar­bei­te­te sie sich mit ei­nem auch für sie selbst er­staun­li­chen Maß an Selbst­dis­zi­plin und Ver­trau­en in ih­ren Er­folg wie­der ins Le­ben zu­rück.

Zwar konn­te sie man­gels Ko­ope­ra­ti­ons­be­reit­schaft des Ar­beit­ge­bers nicht mehr auf ih­re al­te Po­si­ti­on zu­rück­keh­ren, ob­gleich sie sich das sehr ge­wünscht hät­te. Doch Pe­tra ließ sich auch da­von nicht ent­mu­ti­gen, glaub­te an sich und ih­re Fä­hig­kei­ten und bau­te sich sc

hließ­lich ei­ne er­folg­rei­che Selbst­stän­dig­keit auf. Trotz der Skep­sis, die ihr zu Be­ginn auf al­len Sei­ten be­geg­net war.

 

Men­ta­le Stär­ke er­weist sich dann, wenn es schwie­rig wird

Wenn an­de­re der Mei­nung sind, das kann nicht funk­tio­nie­ren, das ge­lingt dir nie, dann lässt sich ein im In­nern ge­fes­tig­ter Mensch da­von nicht gleich ir­ri­tie­ren. Viel­mehr bil­det er sich sein ei­ge­nes Ur­teil und ist auch mal ge­gen den Strom un­ter­wegs.

Du stimmst mir si­cher dar­in zu, dass ein sol­cher Mensch mit ei­ni­ger Wahr­schein­lich­keit ein er­füll­te­res Le­ben führt als je­mand, der sich im­mer von au­ßen be­ein­flus­sen lässt, der leicht zu ver­un­si­chern ist und sei­nen Fo­kus vor al­lem dar­auf rich­tet, bloß nicht an­zu­ecken. Der stets be­müht ist, es al­len recht zu ma­chen und das nicht in ers­ter Li­nie aus Rück­sicht­nah­me, son­dern aus Angst.

Auch wenn wir uns in die­sem Ex­trem nicht wie­der­fin­den, wün­schen wir uns oft mehr Selbst­ver­trau­en, mehr Glau­ben an uns selbst und an un­se­re ei­ge­ne Kraft.

Doch wie be­werk­stel­li­gen wir es, men­tal stär­ker zu wer­den und frei­er vom Ur­teil an­de­rer?

Und wie kom­men wir da­hin, uns von wid­ri­gen Be­din­gun­gen und Rück­schlä­gen nicht in die Knie zwin­gen zu las­sen? Statt­des­sen un­se­ren dar­aus mög­li­cher­wei­se re­sul­tie­ren­den ne­ga­ti­ven Ge­dan­ken und Ge­füh­len Ein­halt zu ge­bie­ten? Und ei­ne (vor­sich­tig aus­ge­drückt) eher sub­op­ti­ma­le Kon­stel­la­ti­on in gu­ter Wei­se zu nut­zen? Wie schaf­fen wir es dann, uns wirk­lich in ei­ner kon­struk­ti­ven Wei­se ein­zu­las­sen, statt ei­nen sinn­lo­sen Kampf zu füh­ren?

 

 

Drei Fra­gen für mehr men­ta­le Stär­ke

Wie ist es für dich? Möch­test auch du

  • mehr für dei­ne Zie­le und Wer­te ein­ste­hen und nicht gleich beim ers­ten Ge­gen­wind auf­ge­ben?
  • Wid­rig­kei­ten und Rück­schlä­ge als Lern­mög­lich­kei­ten be­grei­fen und nicht gleich als An­griff auf dei­nen Selbst­wert?
  • mehr in dir selbst ru­hen und un­ab­hän­gi­ger von der Mei­nung an­de­rer sein?

Wenn ja, ach­te vor al­lem auf dei­ne Ge­dan­ken und kul­ti­vie­re ei­ne för­der­li­che Ein­stel­lung. Denn häu­fig ent­schei­det sich im Kopf, ob wir mit et­was er­folg­reich sind oder nicht.

Si­cher ist, nie­mand ist in sei­nem Le­ben vor Nie­der­la­gen ge­feit und gar nicht so sel­ten stel­len sie so­gar Mög­lich­kei­ten be­reit, um aus ih­nen zu ler­nen. Die Fra­ge, die sich hier stellt, ist al­so die, wie wir auf Nie­der­la­gen, Rück­schlä­ge oder wid­ri­ge Be­din­gun­gen re­agie­ren. Las­sen wir uns von ih­nen aus­kno­cken oder neh­men wir sie als wich­ti­ge Lern­er­fah­rung und viel­leicht so­gar als Chan­ce, et­was Neu­es und Wert­vol­les dar­aus zu ma­chen?

Ob und in wel­chem Ma­ße wir da­zu be­reit und fä­hig sind, ist si­cher nicht los­ge­löst von un­se­rer ak­tu­el­len psy­chi­schen und kör­per­li­chen Ver­fas­sung zu se­hen. Sind wir er­schöpft und aus­ge­laugt, fällt es schwe­rer, kon­struk­tiv zu han­deln, als in ei­nem en­er­ge­tisch bes­se­ren Zu­stand. Gleich­wohl ist das nicht al­les.

 

Vie­les hängt an dei­nen Ge­dan­ken und an dei­ner Ein­stel­lung

Denn in ei­nem ent­schei­den­de­ren Maß hängt un­ser Han­deln von un­se­rer Ein­stel­lung und von un­se­ren Ge­dan­ken ab. Hier­aus er­weist sich in der Haupt­sa­che, ob wir un­se­ren ne­ga­ti­ven Ge­füh­len für lan­ge Zeit zu viel Raum ge­ben und frus­triert auf­ge­ben oder ob wir wie­der auf­ste­hen und wei­ter ma­chen. Oder eben not­falls von Neu­em be­gin­nen.

Und wie ge­lingt das am bes­ten?

In­dem wir uns erst ein­mal in­ne­re Ru­he und Sta­bli­tät ver­schaf­fen. Zum Bei­spiel durch ei­nen in­ne­ren Rück­zugs­ort. Und dann nach ei­ner gründ­li­chen Ana­ly­se der ak­tu­el­len Ge­ge­ben­hei­ten even­tu­ell un­ser Vor­ha­ben mo­di­fi­zie­ren. Uns wei­te­re In­for­ma­tio­nen und Un­ter­stüt­zung ein­ho­len. Auf ge­eig­ne­te bis­he­ri­ge Er­fah­run­gen und auf dar­auf ge­grün­de­te In­tui­ti­on bau­en. Und vor al­lem, in­dem wir an uns und un­se­re Selbst­wirk­sam­keit glau­ben. In­dem wir zu­ver­sicht­lich sind, es zu schaf­fen – kurz: in­dem wir ei­ne ge­sun­de Selbst­wirk­sam­keits­er­war­tung ha­ben.

Jetzt fragst du dich viel­leicht – und was, wenn ich die nicht ha­be? Was, wenn es mir mo­men­tan to­tal schwer fällt, mich auf mich selbst und mei­ne Kom­pe­tenz, mich selbst zu füh­ren, zu ver­las­sen? Wenn ich ge­gen mei­ne Ängs­te nicht an­kom­me, auch wenn ich sie re­flek­tiert ha­be. Und weiß, dass sie un­nö­tig oder zu­min­dest stark über­trie­ben sind.

Dann mag dir die fol­gen­de Stra­te­gie aus dem Selbst­coa­ching aus der Klem­me hel­fen. Pro­bier sie ein­fach mal in Ru­he aus und schau was pas­siert. Wie sich dei­ne Ge­dan­ken und Ge­füh­le än­dern.

 

Ei­ne Stra­te­gie für mehr men­ta­le Stär­ke

Die Übung funk­tio­niert so: Er­in­ne­re dich aus­führ­lich an frü­he­re Er­fol­ge. Auch wenn dir auf An­hieb kei­ne ein­fal­len soll­ten, es gibt sie ganz be­stimmt.

Viel­leicht wa­ren es Er­fol­ge wie

  • du hast spre­chen ge­lernt,
  • ei­ne Lie­bes­be­zie­hung ge­führt,
  • ei­ne Prü­fung be­stan­den,
  • ei­nen Vor­trag ge­hal­ten,
  • ei­ne Tren­nung über­wun­den.

Mög­li­cher­wei­se wa­ren es bei dir auch an­de­re Din­ge, in de­nen du er­folg­reich warst und die dir gut im Ge­dächt­nis ge­blie­ben sind. Oder an die du dich durch in­ten­si­ves Nach­sin­nen und Nach­spü­ren wie­der ent­sin­nen kannst. Es lohnt sich, sich dar­auf wirk­lich ein­zu­las­sen.

 

Er­in­ne­re dich an dei­nen Er­folg

Grei­fe min­des­tens ei­nen die­ser Er­fol­ge her­aus. Am bes­ten den, der dich am meis­ten be­rührt. Re­ka­pi­tu­lie­re die­sen für mehr men­ta­le Stär­ke im Jetzt:

  • Was hast du da ge­macht?
  • Wie da­bei ge­fühlt und ge­dacht?
  • Was even­tu­ell auch ge­hört, ge­ro­chen oder ge­se­hen?
  • Wel­che Stra­te­gien mög­li­cher­wei­se ent­wi­ckelt und er­folg­reich ein­ge­setzt?

Nimm dir ge­nug Zeit und ver­set­ze dich in­ten­siv in die da­ma­li­ge Si­tua­ti­on zu­rück.

No­tie­re al­les, was dir da­zu ein­fällt. Über­tra­ge dann die­se Din­ge so weit und so de­tail­liert wie mög­lich auf dei­ne jet­zi­ge Si­tua­ti­on.

 

Wäh­le klei­ne Schrit­te und ge­win­ne dar­aus men­ta­le Stär­ke und Selbst­si­cher­heit

Er­stel­le dar­aus ei­ne Lis­te mit Ideen und kleinst­mög­li­chen Schrit­ten für dein ak­tu­el­les Ziel.

Ver­fol­ge dann kon­se­quent die­se Schrit­te. So kannst du dir mit die­sen kleins­ten und re­la­tiv ein­fach für dich zu be­wäl­ti­gen­den Schrit­ten na­he­zu ga­ran­tier­te Er­folgs­er­leb­nis­se ver­schaf­fen. Da­mit gibst du dir die Chan­ce, dass ei­ne po­si­ti­ve Spi­ra­le in Gang kommt. Ei­ne Spi­ra­le aus klei­nen Er­fol­gen, die dich nach­hal­tig stärkt und wei­ter­bringt.

Ich wün­sche dir viel Freu­de und Er­folg auf dei­nem ei­ge­nen Weg zu mehr men­ta­ler Stär­ke!

 

Bild: Pexels

4 Responses

  1. Marion
    | Antworten

    Ein wert­vol­ler Im­puls, sich auf sei­ne Stär­ken und Er­fol­ge zu be­sin­nen, schließ­lich gibt es da­von meist ge­nug, zu­mal man nicht nur bei ei­ner Prü­fung oder Ähn­li­chem, son­dern ge­ra­de auch im All­tag vie­le klei­ne Er­fol­ge zu ver­zeich­nen hat! Und den­noch neh­men Ge­dan­ken an et­wai­ge Miss­erfol­ge oder Schwä­chen viel zu viel Raum ein! Dan­ke für den Hin­weis auf ei­nen Per­spek­ti­ven- bzw. Ge­dan­ken­wech­sel!
    Ma­ri­on

    • Dr. Manuela Sekler
      | Antworten

      Hal­lo Ma­ri­on,

      sehr ger­ne!
      Ich dan­ke dir für dei­ne Er­fah­run­gen und An­sich­ten zum The­ma.
      Ich fin­de auch, dass wir zu oft den Blick auf die ne­ga­ti­ven Aspek­te rich­ten und die vie­len gu­ten Din­ge zu we­nig be­ach­ten.
      Wün­sche dir wei­ter­hin schö­ne (Alltags-)Erfahrungen mit ei­nem kon­struk­ti­ven Fo­kus.

      Lie­ben Gruß
      Ma­nue­la

  2. Rolf
    | Antworten

    Dan­ke! – Be­son­ders hat mich dein Rat an­ge­spro­chen, Rück­schlä­ge als Lern­mög­lich­kei­ten zu be­grei­fen und nut­zen.
    Da ist bei mir noch ei­ni­ges mög­lich.
    Schön war es auch, mich noch­mals in ei­nem mei­ner Er­folgs­er­leb­nis­se, das ich vor und mit mei­nen Kol­le­gen hat­te, zu wei­den … – Ich hat­te da­mals ein­fach viel we­ni­ger ge­sagt, als mög­lich ge­we­sen wä­re, und da­für das Wich­tigs­te auf mei­ne per­sön­li­che Art und Wei­se. – Viel­leicht soll­te ich öf­ter auf mei­ne in­ners­ten Wor­te ver­trau­en und manch Un­nö­ti­ges und Förm­li­ches weg­las­sen. – Ich wer­de es aus­pro­bie­ren.

    • Dr. Manuela Sekler
      | Antworten

      Hal­lo Rolf,

      freut mich, dass dich der Bei­trag in­spi­rie­ren konn­te.
      Den In­halt dei­nes Er­folgs­er­leb­nis­ses fin­de ich sehr sym­pa­thisch und fin­de es ei­ne su­per Idee, was du dir vor­ge­nom­men hast. (Dass es mit­un­ter “in­ners­te Wor­te” gibt, die wir doch lie­ber für uns be­hal­ten, zu­mal im Ar­beits­um­feld, fü­ge ich nur si­cher­heits­hal­ber hin­zu …)
      Viel Er­folg und Re­so­nanz wün­sche ich dir!

      Lie­ben Gruß
      Ma­nue­la

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