„Ach, hätte ich mich nur getraut …”, wie Sie mehr Selbstvertrauen gewinnen

hat Keine Kommentare

Gehören Sie eher zu den Stillen im Lande? Wünschen Sie sich zudem mehr Selbstvertrauen und damit mehr Vertrauen zu sich und Ihren Fähigkeiten? Verpassen Sie durch Ihr geringes Selbstvertrauen Chancen? Vermissen Sie öfter ein gesundes Maß an Leichtigkeit?

Damit müssen Sie sich nicht abfinden! Sie können etwas für mehr Selbstvertrauen tun! Beginnen Sie am besten noch heute mit einem ersten Schritt. Der erste Schritt ist der wichtigste, weil Sie mit ihm tatsächlich in eine neue Richtung vorstoßen. Es wird Ihr Lebensgefühl verändern.

 

10 Tipps für mehr Selbstvertrauen

 

Mehr Selbstvertrauen gewinnen1. Mehr Selbstvertrauen durch Aktivität

Bleiben Sie nicht im stillen Kämmerlein hocken. Selbstvertrauen bekommen Sie nur, wenn Sie sich Herausforderungen stellen.

Das gilt ganz besonders im Berufsleben. Menschen mit wenig Selbstvertrauen nehmen sich vor der oft nur vermeintlich stärkeren Konkurrenz viel zu oft zurück und verpassen wichtige Aufstiegschancen. Das mag mitunter ganz bequem sein. Wenn Sie nicht gesehen werden, riskieren Sie nichts. Doch bezahlen Sie dies längerfristig mit dem Preis der Unzufriedenheit und weiteren Zweifeln an sich selbst.

Selbstvertrauen atmet immer aus dem, was wir tun. Und das wiederum bestimmt, wie wir über uns denken. Wenn wir gut über uns und unsere Fähigkeiten denken, werden wir uns wiederum mehr trauen.

Sie durchschauen bestimmt, dass so ein positiver Kreislauf in Gang kommt!

 

 

2. Mehr Selbstvertrauen durch Erweiterung Ihrer Grenzen

Was wir uns zutrauen, entscheidet maßgeblich darüber, wie wir handeln. Das ist grundsätzlich auch in Ordnung und kann Überforderung verhindern. Doch geht ein geringes Selbstvertrauen oft mit einem übermächtigen inneren Kritiker und zu eng gesteckten Grenzen einher.

Erst wenn ich Stück für Stück meine Grenzen erweitere, erst wenn ich es wage, die (oft nur scheinbar) vorgegebenen Grenzen zu übertreten, werde ich mein Selbstvertrauen stärken. Verkrieche ich mich dagegen in meinem Schneckenhaus, kann ich nie erkunden und zeigen, zu was ich fähig bin.

 

 

3. Sie müssen nicht perfekt sein!

Völlig zu Recht achten Sie bei Ihrer Arbeit auf gute Qualität. Doch 100% sind gut genug, manchmal reichen sogar weniger. Legen Sie also die Messlatte nicht auf astronomische Höhen. Hören Sie auf, stets perfekt sein zu wollen. Zu hohe Ansprüche führen nicht nur zu Burnout und Co. Sie untergraben Ihren Glauben an Ihre eigene Leistungsfähigkeit und sind keinesfalls ein Mittel, um mehr Selbstvertrauen zu erlangen.

Zum Beispiel schaden Sie Ihrem Selbstvertrauen defintiiv, wenn Sie aus Perfektionismus Arbeiten nicht in angemessener Zeit zu Ende bringen. Mehr zum Thema Aufschieberitis bei Perfektionismus in einem eigenen Beitrag, weil dieses Phänomen leider viel zu oft hart erarbeiteten Erfolg verhindert und Selbstvertrauen aushöhlt.

 

 

4. Mehr Selbstvertrauen durch Fehlertoleranz

Gerade Menschen mit wenig Selbstvertrauen haben große Angst davor, Fehler zu machen. Doch Fehlerakzeptanz ist eine wichtige Voraussetzung für mehr Selbstvertrauen. Denn wer unter keinen Umständen bereit ist, Fehler zu riskieren, wagt nie etwas Neues und steht so sich selbst und seinem Vorankommen erfolgreich im Weg.

Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: Natürlich sollten Sie als Ärztin oder Pilot keine Risiken eingehen.

Doch in vielen anderen Situationen ist der Wunsch nach absoluter Fehlerfreiheit kontraproduktiv und nimmt Ihnen viel Kreativität. Und nicht nur für Wissenschaftler gilt: Wer bereit ist, aus Fehlern zu lernen, dem bieten sie oft wichtige Impulse zur Weiterentwicklung.

 

 

5. Schauen Sie auf Ihre Erfolge und genießen Sie Komplimente!

Was auch viel zu oft vorkommt und wirklich schade ist: Menschen, die geflissentlich ihre Erfolge übersehen und sich lieber auf ihre Fehler fokussieren. Mit dieser „Strategie“ lässt sich Selbstvertrauen wirkungsvoll aushöhlen.

Damit in gewissem Sinne verwandt, ist ein verquerer Umgang mit Komplimenten. Lobt Sie Ihr Chef: „Frau Müller, da haben Sie eine tolle Kampagne auf die Beine gestellt!“ Und Sie: „Echt, finden Sie das wirklich? Wie kommen Sie darauf? Ich fand sie nicht so gelungen, weil ….“

Ich glaube, Sie sehen schon, worauf ich hinaus will: Hier fahren Sie weitaus besser, wenn Sie sich einfach bedanken und sich über das schöne Kompliment freuen.:-)

Womit wir auch schon beim nächsten Punkt sind.

 

 

6. Entdecken Sie Ihre Größe!

Wer wenig Selbstvertrauen hat, neigt oft dazu, andere Menschen für fähiger zu halten als sich selbst. Doch das muss keineswegs der Wirklichkeit entsprechen. Manche Menschen haben es einfach viel besser gelernt als Sie, ihr Licht gehörig glänzen zu lassen!

Wenn Sie also Ihr Selbstvertrauen stärken wollen: Widerstehen Sie unbedingt der Versuchung, andere zu überhöhen, um sich dann noch kleiner zu fühlen! Schulen Sie lieber Ihren Blick für die Realität. Wenn Ihre Kollegin in einem Bereich besser ist als Sie – prima, schauen Sie, was Sie daraus für sich mitnehmen können. In einem anderen Bereich kann die Kollegin von Ihnen lernen.

Entwickeln Sie einen Blick für Ihre eigene Größe.

 

 

7. Mehr Selbstvertrauen durch ein beherztes Nein

Leider tendieren Menschen mit wenig Selbstvertrauen oft dazu, sich vor den Karren anderer spannen zu lassen.

Da gibt es dann die Anfrage, kannst du dies oder jenes für mich erledigen. Nicht selten werden dann die eher undankbaren Aufgaben umverteilt – wie etwa nach Feierabend noch die Stellung zu halten oder ein wenig prestigeträchtiges (aber dafür umso aufwändigeres) Projekt zu übernehmen.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich möchte nicht dazu aufrufen, die Tugend Hilfsbereitschaft durch Egoismus zu ersetzen. Allerdings sollte es nicht die Angst vor Ablehnung sein, die Sie und Ihr Tun leiten.

Deshalb, wenn Sie an mehr Selbstvertrauen interessiert sind: Lernen Sie Nein zu sagen, wenn Sie etwas nicht wollen oder das Gefühl haben, ausgenutzt zu werden.

 

 

8. Stehen Sie zu Ihren Wünschen und Zielen!

Haben Sie sich angewöhnt, die Wünsche der Kollegen oder Freunde mit Ihren eigenen zu verwechseln oder die Ziele anderer Menschen generell wichtiger zu nehmen als die eigenen? Falls ja, wird es höchste Zeit, das zu ändern.

Üben Sie daher auch, die Meinungen und Urteile anderer nicht überzubewerten.

Denken Sie lieber selbst und unabhängig – und stehen Sie zu Ihren eigenen Zielen.

 

 

9. Sagen Sie Ja zu sich – auch zu Ihren Schwächen!

Niemand ist ohne Schwächen.

Zur Sicherheit füge ich hinzu: Sie haben vermutlich davon auch nicht mehr als Herr Hinz und Frau Kunz!

Haben Sie den Mut, Ihre Schwächen selbstbewusst zuzugeben. Richtig dosiert und sofern nicht gerade vor “Feinden” vorgetragen, greift hier eine paradoxe Wirkung: Es entspannt Sie und macht Sie stärker.

 

 

10. Zusatztipp für mehr Selbstvertrauen: Seien Sie sich selbst ein guter Freund🙂

 

 

Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg auf Ihrem Weg zu mehr Selbstvertrauen. Mehr zum Thema Selbstwirksamkeit und innere Stärke einschließlich einer Übung zum Selbstcoaching finden Sie in diesem Beitrag.

Ihre Gedanken zu diesem Thema

*