Vi­si­on und Sinn: Brau­chen stim­mi­ge Zie­le ei­ne Vi­si­on? 5 Vor­tei­le

enthält 4 Kommentare

Ak­tua­li­siert am 20. Fe­bru­ar, 2022 von Ma­nue­la

Im­mer wie­der ha­be ich mit Kli­en­ten zu tun,

  • die Pro­ble­me ha­ben, an ih­ren per­sön­li­chen oder be­ruf­li­chen Zie­len dran­zu­blei­ben oder
  • die ih­re ein­mal ge­steck­ten Zie­le er­reicht ha­ben und den­noch un­zu­frie­den sind.

 

Die Vi­si­on als in­di­vi­du­el­ler Le­bens­sinn und als Ho­ri­zont der Zie­le

Ob­wohl das oben Be­schrie­be­ne ziem­lich un­ter­schied­lich klingt und es für bei­de Pro­ble­me je­weils viel­fäl­ti­ge Grün­de ge­ben kann, schält sich manch­mal bei ge­naue­rem Nach­ha­ken ei­ne Ge­mein­sam­keit her­aus:

Vor al­lem die­je­ni­gen, die ih­re Zie­le er­reicht ha­ben, doch auch die­je­ni­gen, die Schwie­rig­kei­ten ha­ben, an ih­ren Zie­len kon­ti­nu­ier­lich zu ar­bei­ten, wis­sen manch­mal nicht, wo­zu und wo­für sie letzt­lich in der Tie­fe Ih­res Mensch­seins Ih­re Zie­le er­rei­chen wol­len.

Noch­mal et­was pro­sai­scher for­mu­liert – und viel­leicht ken­nen Sie das auch von sich selbst? Wir er­rei­chen ein be­stimm­tes Ziel, sind viel­leicht kurz froh dar­über, dass wir es ge­schafft ha­ben, um uns kurz dar­auf schon wie­der im Hams­ter­rad zu füh­len.

Oder mög­li­cher­wei­se kommt Ih­nen, wie so vie­len von uns, auch das Fol­gen­de be­kannt vor: Wir ha­ben uns et­was vor­ge­nom­men und wir ha­ben auch den Ein­druck, dass es uns wich­tig ist und dann ver­läuft das Gan­ze doch ir­gend­wie im San­de…

Dann kann es hilf­reich sein, die Fra­ge nach der Le­bens­vi­si­on zu stel­len oder ei­ne sol­che zu ent­wi­ckeln, um so die je­wei­li­gen Zie­le tie­fer zu fun­die­ren. Oder aus der Vi­si­on neue und stim­mi­ge­re Zie­le ab­zu­lei­ten.

Was sind stim­mi­ge Zie­le? Ei­ne gro­ße Fra­ge! An die­ser Stel­le nur ganz kurz da­zu: Stm­mi­ge Zie­le sind in mei­ner Welt sol­che, die in ver­schie­de­ner Hin­sicht gut zu uns und un­se­ren Wer­ten pas­sen und die uns wich­tig ge­nug sind, sie auch er­rei­chen zu wol­len.

Was ver­ste­he ich hier un­ter ei­ner Vi­si­on? Die Vi­si­on als Ho­ri­zont, auf den hin wir un­se­re Zie­le aus­rich­ten. Oder als Leit­stern, als das grö­ße­re Gan­ze oder das, was wir im Le­ben an­stre­ben zu ver­wirk­li­chen. Wich­tig ist hier vor al­lem, dass un­se­re Vi­si­on uns wirk­lich über­zeugt und nicht nur ein kur­zes Stroh­feu­er ist. Dass sie die Kraft hat, lang­fris­tig zu be­geis­tern und zu mo­ti­vie­ren.

Vor al­lem soll­te sie zu uns und zu dem pas­sen, was uns wirk­lich wich­tig ist und un­se­ren Wer­ten ent­spricht. In­so­fern gibt es hier ei­ne en­ge Be­zie­hung zum The­ma Be­ru­fung.

 

Mit Ihrer Vision leben Sie erfüllter und ereichen stimmige Ziele.

 

Prak­ti­sche Be­deu­tung ei­ner Le­bens­vi­si­on

Doch wel­che kon­kre­te Be­deu­tung hat ei­ne Vi­si­on für Ih­re Zie­le? Wel­che Früch­te bringt sie? Ist ei­ne Vi­si­on nicht nur, wie man­che den­ken, ein schö­ner Tag­traum, der von prak­ti­schen Zie­len und vom täg­li­chen Le­ben ab­lenkt? Die al­so nur ei­ne Art Spie­le­rei ist und kei­nen wirk­li­chen Wert für ein bes­se­res und er­folg­rei­che­res Le­ben hat.

Ich glau­be nur dann, wenn Sie es ver­säu­men, pas­sen­de Zie­le zu Ih­rer Vi­si­on zu ge­ne­rie­ren. Grö­ße­re und klei­ne­re Vi­sio­nen für un­ter­schied­li­che Le­bens­be­rei­che zu ent­wi­ckeln. Und wenn Sie dar­auf ver­zich­ten, Ih­re Zie­le und Ih­ren All­tag Schritt für Schritt dar­auf­hin aus­zu­rich­ten. Denn das ist es, wor­auf es letzt­lich an­kommt und wor­in auch so viel Po­ten­zi­al steckt für täg­lich ge­leb­te Sinn­erfül­lung und tief emp­fun­de­ne Le­bens­freu­de.

 

5 Vor­tei­le, die ei­ne Vi­si­on für Ih­ren All­tag hat

Wenn Sie Ih­re Le­bens­vi­si­on ge­fun­den be­zie­hungs­wei­se ent­wi­ckelt ha­ben und da­zu pas­sen­de klei­ne­re Vi­sio­nen und stim­mi­ge Zie­le für die un­ter­schied­li­chen Le­bens­be­rei­che, wird Ih­nen vie­les leich­ter fal­len und bes­ser ge­lin­gen. Zum Bei­spiel

  1. auch im Klei­ne­ren acht­sam zu wäh­len,
  2. pro­ak­tiv zu han­deln, statt nur auf äu­ße­re Um­stän­de zu re­agie­ren,
  3. bei Miss­erfol­gen ge­las­se­ner zu blei­ben,
  4. nicht vor­schnell auf­zu­ge­ben,
  5. schö­ne Mo­men­te be­wuss­ter zu ge­nie­ßen und er­füll­ter zu le­ben.

 

Kurz und knapp: Vi­si­on – Wo­für – stim­mi­ge Zie­le

Mit ei­ner Vi­si­on, wie sie hier ver­stan­den wird, klä­ren Sie die Fra­ge nach dem Wo­für Ih­res Le­bens oder ei­nes Le­bens­ab­schnit­tes. Es ge­lingt Ih­nen da­mit viel bes­ser, pas­sen­de und stim­mi­ge Zie­le zu ent­wi­ckeln und nach­hal­tig an de­ren Er­rei­chung zu ar­bei­ten. Mehr Freu­de auf dem Weg zu emp­fin­den und et­wai­ge Rück­schlä­ge und Durst­stre­cken bes­ser zu über­ste­hen und ge­ge­be­nen­falls aus ih­nen zu ler­nen und uns dar­aus wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Um so auch nicht zu­letzt im­mer mehr der Mensch zu wer­den, der wir sein wol­len und sein kön­nen.

 

Bild: chucksink

4 Responses

  1. Aaron
    | Antworten

    Das wirft in mir ei­nen neue Fra­ge auf, wie fin­de ich ei­ne pas­sen­de Vi­si­on… von der ich wirk­lich über­zeugt bin ?. Das fällt mir lei­der un­glaub­lich schwer und da­her tre­te ich auch seit Zwei Jah­ren auf der Stel­le her­um.

    • Manuela
      | Antworten

      Zu Ih­rer Fra­ge: Zum Bei­spiel in der Stil­le.

      Viel­leicht fällt es Ih­nen leich­ter, wenn Sie nicht die ei­ne gro­ße Le­bens­vi­si­on su­chen, son­dern grö­ße­re und klei­ne­re Vi­sio­nen für un­ter­schied­li­che Le­bens­be­rei­che für sich ent­wi­ckeln, um dann Schritt für Schritt grö­ße­re und klei­ne­re Zie­le und All­tag dar­auf­hin aus­zu­rich­ten.

      Ei­ne an­de­re Mög­lich­keit, wie­der ent­spann­ter an das The­ma her­an­zu­ge­hen oder es für ei­ne Wei­le ru­hen zu las­sen, könn­te dar­in lie­gen, Ih­ren All­tag so gut wie mög­lich an Ih­ren Wer­ten und Pflich­ten zu ori­en­tie­ren. Zu­min­dest fürs Ers­te.

  2. Kevin
    | Antworten

    Dan­ke für den in­spi­rie­ren­den Ar­ti­kel.

    Er­gän­zen kann ich nur noch die Wun­der­fra­ge: “Was wür­dest Du an­fan­gen, wenn Du wüss­test, dass Du nicht schei­tern kannst?”

    • Manuela Sekler
      | Antworten

      Freut mich, dass der Ar­ti­kel in­spi­rie­ren konn­te und dan­ke für die hilf­rei­che Er­gän­zung.

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