Mehr innere Stärke für mehr Lebenserfolg

Mehr innere Stärke für mehr Lebenserfolg

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Du wünschst dir mehr innere Stärke und einen stärkeren Glauben daran, dass du selbst wirksam bist? Das ist eine ganz hervorragende Idee, die dein Leben ungemein bereichert! Denn wer innerlich stark ist und voller Selbstvertrauen, sich selbst gut kennt und mag, lebt viel freier und kann auch Problemen gelassener entgegen sehen.

Ein solcher Mensch weiß, was er will und was er kann (und was nicht) und gerät nicht so leicht aus seiner Mitte, wenn die Dinge einmal anders laufen als erhofft.

Wo andere frustriert aufgeben und sich ihren Selbstzweifeln ausliefern, geht es für ihn ans Eingemachte. Er weiß, dass im Leben nicht immer alles nach Plan läuft und dass Misserfolge und Herausforderungen einfach dazugehören. Misserfolge und Rückschläge verbucht er nicht gleich als Angriff auf Selbstwert und Selbstbewusstsein.

 

Petras Geschichte

So zum Beispiel Petra. Petra war erfolgreich als Abteilungsleiterin einer großen Firma, bis sie einen schweren Unfall erlitt. Zunächst war unklar, wie sich ihr gesundheitlicher Zustand entwickeln würde und ob sie ihren Beruf je wieder würde ausüben können. Doch nach anfänglicher Verzweiflung arbeitete sie sich mit viel innerer Stärke und Vertrauen an ihre eigene Wirksamkeit wieder ins Leben zurück. Zwar konnte sie mangels Kooperationsbereitschaft des Arbeitgebers nicht mehr auf ihre alte Position zurückkehren, obgleich sie sich das sehr gewünscht hätte. Doch Petra ließ sich auch davon nicht entmutigen, glaubte an sich und ihre Fähigkeiten und baute sich schließlich eine erfolgreiche Selbstständigkeit auf. Trotz der Skepsis, die ihr zu Beginn auf allen Seiten begegnet war.

 

Innere Stärke erweist sich vor allem dann, wenn es schwierig wird

Wenn andere der Meinung sind, das kann nicht funktionieren, das gelingt dir nie, dann lässt sich ein im Innern gefestigter Mensch davon nicht gleich irritieren, sondern bildet sich sein eigenes Urteil und ist auch mal gegen den Strom unterwegs.

Du stimmst mir sicher darin zu, dass ein solcher Mensch mit einiger Wahrscheinlichkeit ein erfüllteres Leben führt als jemand, der immer auf andere hört, der leicht zu verunsichern ist und seinen Fokus vor allem darauf richtet, bloß nicht anzuecken. Der stets bemüht ist, es allen recht zu machen und das nicht in erster Linie aus Rücksichtnahme, sondern vor allem aus Angst.

Auch wenn wir uns in diesem Extrem nicht wiederfinden, wünschen wir uns oft mehr Selbstvertrauen, mehr Glauben an uns selbst und an unsere Kraft.

Doch wie bewerkstelligen wir es, innerlich stärker zu werden und freier vom Urteil anderer?

Und wie kommen wir dahin, uns von widrigen Bedingungen und Rückschlägen nicht in die Knie zwingen zu lassen, sondern unseren daraus möglicherweise resultierenden negativen Gedanken und Gefühlen Einhalt zu gebieten und eine (vorsichtig ausgedrückt) eher suboptimale Konstellation in guter Weise zu nutzen? Wie schaffen wir es dann, uns wirklich in einer konstruktiven Weise einzulassen, statt einen sinnlosen Kampf zu führen?

 

Drei Fragen für mehr innere Stärke

Wie ist es mit dir? Möchtest auch du

  • mehr für deine Ziele und Werte einstehen und nicht gleich beim ersten Gegenwind aufgeben?
  • Widrigkeiten und Rückschläge als Lernmöglichkeiten begreifen und nicht gleich als Angriff auf deinen Selbstwert?
  • mehr in dir selbst ruhen und unabhängiger von der Meinung anderer sein?

Wenn ja, achte vor allem auf deine Gedanken und kultiviere eine förderliche Einstellung. Denn häufig entscheidet sich im Kopf, ob wir mit etwas erfolgreich sind oder nicht.

Sicher ist, niemand ist in seinem Leben vor Niederlagen gefeit und gar nicht so selten stellen sie sogar Möglichkeiten bereit, um aus ihnen zu lernen. Die Frage, die sich hier stellt, ist also die, wie wir auf Niederlagen, Rückschläge oder widrige Bedingungen reagieren. Lassen wir uns von ihnen ausknocken oder nehmen wir sie als wichtige Lernerfahrung und vielleicht sogar als Chance, etwas Neues und Wertvolles daraus zu machen?

Ob und in welchem Maße wir dazu bereit und fähig sind, ist sicher nicht losgelöst von unserer aktuellen psychischen und körperlichen Verfassung zu sehen. Sind wir erschöpft und ausgelaugt, fällt es schwerer, konstruktiv zu handeln, als in einem energetisch besseren Zustand. Gleichwohl ist das nicht alles.

 

Vieles hängt an deinen Gedanken und an deiner Einstellung

Denn in einem entscheidenderen Maß hängt unser Handeln von unserer Einstellung und von unseren Gedanken ab. Hieraus erweist sich in der Hauptsache, ob wir unseren negativen Gefühlen für lange Zeit zu viel Raum geben und frustriert aufgeben oder ob wir wieder aufstehen und weiter machen. Oder eben notfalls von Neuem beginnen.

Und wie gelingt das am besten?

Indem wir uns erst einmal innere Ruhe und Stablität verschaffen. Zum Beispiel durch einen inneren Rückzugsort. Und dann nach einer gründlichen Analyse der aktuellen Gegebenheiten eventuell unser Vorhaben modifizieren, uns weitere Informationen und Unterstützung einholen. Auf geeignete bisherige Erfahrungen und auf darauf gegründete Intuition bauen. Und vor allem, indem wir an uns und unsere Selbstwirksamkeit glauben. Indem wir zuversichtlich sind, es zu schaffen – kurz: indem wir eine gesunde Selbstwirksamkeitserwartung haben.

Jetzt fragst du dich vielleicht – und was, wenn ich die nicht habe? Was, wenn es mir momentan total schwer fällt, mich auf mich selbst und meine Kompetenz, mich selbst zu managen, zu verlassen? Wenn ich gegen meine Ängste nicht ankomme, auch wenn ich sie reflektiert habe und weiß, dass sie unnötig oder zumindest stark übertrieben sind?

Dann mag dir die folgende Strategie aus dem Selbstcoaching aus der Klemme helfen. Probier sie einfach mal in Ruhe aus und schau was passiert, wie sich deine Gedanken und Gefühle ändern.

 

Selbstcoaching-Strategie für mehr innere Stärke und Selbstwirksamkeit

Die Übung funktioniert so: Erinnere dich ausführlich an frühere Erfolge. Auch wenn dir auf Anhieb keine in den Sinn kommen, es gibt sie ganz bestimmt.

Vielleicht waren es Erfolge wie

  • du hast sprechen gelernt,
  • eine Liebesbeziehung geführt,
  • eine Prüfung bestanden,
  • einen Vortrag gehalten,
  • eine Trennung überwunden.

Möglicherweise waren es bei dir auch andere Dinge, in denen du erfolgreich warst und die dir gut im Gedächtnis geblieben sind oder an die du dich durch Nachspüren wieder entsinnen kannst.

 

Erinnere dich an deinen Erfolg

Greife mindestens einen dieser Erfolge heraus – am besten den, der dich am meisten berührt – und rekapituliere:

  • Was hast du da gemacht?
  • Wie dabei gefühlt und gedacht?
  • Was eventuell auch gehört, gerochen oder gesehen?
  • Welche Strategien möglicherweise entwickelt und erfolgreich eingesetzt?

Nimm dir genug Zeit und versetze dich intensiv in die damalige Situation zurück.

Notiere alles, was dir dazu in den Sinn kommt und übertrage diese Dinge so weit und so detailliert wie möglich auf deine jetzige Situation.

 

Wähle kleine Schritte und gewinne daraus mehr innere Stärke und Selbstvertrauen

Erstelle daraus eine Liste mit Ideen und kleinstmöglichen Schritten für dein aktuelles Ziel.

Verfolge dann konsequent diese Schritte, um dir mit diesen kleinsten und relativ einfach für dich zu bewältigenden Schritten nahezu garantierte Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Damit gibst du dir die Chance, dass ein positiver Kreislauf in Gang kommt. Ein Kreislauf von kleinen Erfolgen, der dich stetig und nachhaltig stärkt.

Ich wünsche dir viel Freude und Erfolg dabei!

 

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Bild: Pexels

4 Antworten

  1. Rolf
    | Antworten

    Danke! – Besonders hat mich dein Rat angesprochen, Rückschläge als Lernmöglichkeiten zu begreifen und nutzen.
    Da ist bei mir noch einiges möglich.
    Schön war es auch, mich nochmals in einem meiner Erfolgserlebnisse, das ich vor und mit meinen Kollegen hatte, zu weiden … – Ich hatte damals einfach viel weniger gesagt, als möglich gewesen wäre, und dafür das Wichtigste auf meine persönliche Art und Weise. – Vielleicht sollte ich öfter auf meine innersten Worte vertrauen und manch Unnötiges und Förmliches weglassen. – Ich werde es ausprobieren.

    • Dr. Manuela Sekler
      | Antworten

      Hallo Rolf,

      freut mich, dass dich der Beitrag inspirieren konnte.
      Den Inhalt deines Erfolgserlebnisses finde ich sehr sympathisch und finde es eine super Idee, was du dir vorgenommen hast. (Dass es mitunter “innerste Worte” gibt, die wir doch lieber für uns behalten, zumal im Arbeitsumfeld, füge ich nur sicherheitshalber hinzu …)
      Viel Erfolg und Resonanz wünsche ich dir!

      Lieben Gruß
      Manuela

  2. Marion
    | Antworten

    Ein wertvoller Impuls, sich auf seine Stärken und Erfolge zu besinnen, schließlich gibt es davon meist genug, zumal man nicht nur bei einer Prüfung oder Ähnlichem, sondern gerade auch im Alltag viele kleine Erfolge zu verzeichnen hat! Und dennoch nehmen Gedanken an etwaige Misserfolge oder Schwächen viel zu viel Raum ein! Danke für den Hinweis auf einen Perspektiven- bzw. Gedankenwechsel!
    Marion

    • Dr. Manuela Sekler
      | Antworten

      Hallo Marion,

      sehr gerne!
      Ich danke dir für deine Erfahrungen und Ansichten zum Thema.
      Ich finde auch, dass wir zu oft den Blick auf die negativen Aspekte richten und die vielen guten Dinge zu wenig beachten.
      Wünsche dir weiterhin schöne (Alltags-)Erfahrungen mit einem konstruktiven Fokus.

      Lieben Gruß
      Manuela

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