Innere Dia­loge: Mehr Respekt bitte!

Innere Dia­loge: Mehr Respekt bitte!

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Ken­nen Sie die auch? Innere Dia­loge (Mono­loge oder was auch immer), in denen wir kon­ti­nu­ier­lich an uns her­um­me­ckern.

Meis­tens nur in Gedan­ken. Manch­mal laut, wenn wir den­ken, dass uns nie­mand zuhört.

Dabei ver­ges­sen wir einen ent­schei­den­den Zuhö­rer — uns selbst.

Das hat Kon­se­quen­zen.

 

Denn unsere inne­ren Dia­loge, die Art und Weise, wie wir mit uns selbst reden, wirkt sich auf unsere Gefühle, auf unser Ver­hal­ten und Han­deln aus.

 

 

Destruk­tive innere Dia­loge rich­ten Scha­den an

Wenn wir an uns her­um­nör­geln, uns inner­lich beschimp­fen, uns für unfä­hige Trot­tel hal­ten, nur weil die letz­ten Koch­künste anläss­lich des Besuchs der Schwie­ger­mut­ter beschei­den waren oder das Kun­den­ge­spräch ein wenig hol­perte, hat das Fol­gen. Und zwar ziem­lich nega­tive

Nega­tive Fol­gen für uns und unser Selbst­wert­ge­fühl.

Denn wohin führt die­ser Umgang mit uns selbst? Dahin, dass wir unser zukünf­ti­ges Han­deln ziel­füh­ren­der gestal­ten? Dass wir aus der weni­ger guten Erfah­rung ler­nen und es das nächste Mal bes­ser machen?

Sicher nicht!

Ganz im Gegen­teil: Manch einer begibt sich durch destruk­tive innere Dia­loge in eine Abwärts­spi­rale, aus der er nicht mehr her­aus­fin­det. Und oft merkt er gar nicht, was er sich damit antut. Was Selbst­ab­wer­tung durch schä­di­gende Selbst­ge­sprä­che anrich­ten kann.

Die­ser Umgang mit sich selbst und der eige­nen Per­sön­lich­keit führt nur dazu, sich immer schlech­ter zu füh­len.

Gerade, weil wir uns so run­ter­ma­chen. Wir gene­rie­ren damit eine Abwärts­spi­rale von Hadern, Grü­beln und immer wahr­schein­li­cher wer­den­den künf­ti­gen Miss­erfol­gen.

Und wie gehen wir bes­ser, kon­struk­ti­ver, ziel­füh­ren­der mit uns um? Wie soll­ten unsere inne­ren Dia­loge ablau­fen? Wie reden wir so mit uns, dass es unser Selbst­be­wusst­sein stärkt und uns leben­di­ger und erfolg­rei­cher macht?

Die Frage, die wir uns stel­len soll­ten, lau­tet also: Wie kann eine acht­sa­mere Kom­mu­ni­ka­tion mit uns selbst aus­se­hen?

Da gibt es sicher indi­vi­du­elle Unter­schiede. Doch die fol­gen­den drei Pra­xis­tipps haben schon vie­len genützt und Teu­fels­kreise erst gar nicht ent­ste­hen las­sen:

 

 

Wert­schät­zende innere Dia­loge — 3 Tipps, deren kon­se­quente Beher­zi­gung sich lohnt

 

1. Hören und spü­ren Sie in Ihre inne­ren Dia­loge hin­ein und fra­gen Sie sich

 

  • Was mache ich da gerade?
  • Wie fühle ich mich dabei?
  • Tut mir das gut, wie ich mit mir rede?

 

Hier zwei Bei­spiele dafür, was nicht so för­der­lich ist, und wie Sie statt­des­sen wert­schät­zend mit sich reden kön­nen:

Sagen Sie sich nicht: Ich dumme Kuh bin ein­fach zu blöd dafür. Ich bekomme das nie hin, son­dern: Heute hat es noch nicht so gut geklappt mit die­sem neuen Musik­stück. Das muss es auch nicht. Ich werde üben und es wird mir dann immer bes­ser gelin­gen.

Oder: Heute sind im Büro viele nega­tive Dinge zusam­men­ge­kom­men. Mor­gen ist ein neuer Tag mit neuen Gele­gen­hei­ten und Übungs­fel­dern.

 

 

2. Seien Sie nur unzu­frie­den mit etwas an Ihnen selbst, was Sie in nächs­ter Zeit ver­än­dern

 

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wie­viel Ener­gie wir tag­aus tag­ein damit ver­schwen­den, wenn wir an uns her­um­mä­keln, ohne dass dies irgend­et­was an uns selbst, an unse­ren tat­säch­li­chen oder ver­meint­li­chen Makeln oder an unse­rer Lebens­si­tua­tion ver­bes­sern würde?

Wie oft hadern wir bei­spiels­weise mit unse­rem Gewicht, ohne dass es davon schrump­fen würde? Das Ein­zige, was dann mit eini­ger Wahr­schein­lich­keit schrumpft, ist unser Selbst­be­wusst­sein…

Wol­len wir das wirk­lich? Ich kann mir das nicht so recht vor­stel­len. Zumin­dest geht so kein Mensch mit sich um, der sich respekt- und lie­be­voll behan­delt.

Um beim erwähn­ten Bei­spiel zu blei­ben: Seien Sie also, wenn über­haupt, nur dann unzu­frie­den mit Ihrem Gewicht bezie­hungs­weise Ihrer Figur, wenn Sie sich gleich­zei­tig kon­kret und mit bestimm­ten Ziel­vor­ga­ben vor­neh­men, sich anders zu ernäh­ren und / oder mehr Sport zu trei­ben.

Alles andere ver­dirbt Ihnen nur die gute Laune und hat, soweit ich sehe, keine posi­tive Aus­wir­kung.

 

 

3. Was innere Dia­loge über Dinge betrifft, die Sie nicht so an sich mögen und jetzt nicht ändern kön­nen oder wol­len — machen Sie die auf kei­nen Fall grö­ßer als sie sind (höchs­tens etwas klei­ner)

 

  • Manch­mal hilft es, die jewei­li­gen Dinge zu rela­ti­vie­ren, indem Sie die posi­ti­ven Neben­as­pekte, die Vor­teile der ent­spre­chen­den Eigen­schaft oder Gewohn­heit sehen.

Zum Bei­spiel, indem Sie sich zuge­ste­hen: Ja, ich bin ein unge­dul­di­ger Mensch und das ist für mich selbst und andere oft schwer aus­zu­hal­ten. Meine Unge­duld hat neben diver­sen Nach­tei­len jedoch auch den Vor­teil, dass ich manch­mal schnel­ler zu Resul­ta­ten komme und nicht Zeit ver­liere, die ander­wei­tig bes­ser inves­tiert wäre.

  • Eine wei­tere Mög­lich­keit besteht darin, das, was einem nicht so gut an sich gefällt (und sofern dies ande­ren nicht scha­det), nicht so stark zu gewich­ten und etwas Posi­ti­ves dane­ben zu stel­len.

So könn­ten Sie sich bei­spiels­weise sagen:

Okay, ich bin nicht so gut darin, vor einer gro­ßen Gruppe zu spre­chen, dafür bin ich als ein­fühl­same Zuhö­re­rin eine geschätzte Gesprächs­part­ne­rin. Und Letz­te­res kommt mir viel mehr ent­ge­gen, weil mir die Nähe zu ein­zel­nen Men­schen viel mehr gibt als ein per­fekt insze­nier­ter Auf­tritt und öffent­li­che Aner­ken­nung.

Oder: Meine Nase ist viel­leicht ein wenig groß gera­ten, dafür habe ich vol­les locki­ges Haar, mit dem sich leicht eine schöne Fri­sur machen lässt.

 

 

Und wie reden Sie mit sich? Wie sehen Ihre inne­ren Dia­loge aus?

Pfle­gen Sie auch ein bevor­zug­tes Thema, mit dem Sie sich immer wie­der vor sich selbst run­ter­ma­chen. Das Sie immer wie­der zu destruk­ti­ven Selbst­ge­sprä­chen ver­lei­tet? Zu inne­ren Dia­lo­gen, die Ihnen nicht gut­tun?

Wie könn­ten Sie statt­des­sen respekt­vol­ler mit sich umge­hen und so Ihre Gefühle und Ihr Han­deln in selbst­wertdien­li­che und erfolgs­ver­spre­chen­dere Bah­nen len­ken?

Viel­leicht haben Sie Lust, mal zu beob­ach­ten, wie Sie im All­ge­mei­nen mit sich reden? Zu schauen, wie Ihre inne­ren Dia­loge vor allem aus­se­hen.

Machen Sie sich öfter vor sich selbst schlecht oder beschimp­fen sich sogar? Wenn ja: Wie füh­len Sie sich dann? Erzie­len Sie im Anschluss bes­sere Resul­tate? Oder ist nicht viel­mehr eher das Gegen­teil der Fall?

Wenn nein: Loben Sie sich immer mal wie­der und sind immer mal wie­der aus vol­lem Her­zen stolz auf sich? Wenn ja, wie geht es Ihnen dann? Spü­ren Sie, wie Sie sich auto­ma­tisch ein wenig auf­rich­ten? Sich gleich ein Stück bes­ser füh­len? Also, was mich betrifft, ist das so.

Wenn Sie sich bis­her nie oder fast nie inner­lich auf die Schul­tern klop­fen, pro­bie­ren Sie es doch mal aus. Loben Sie sich für Dinge, die Sie gut gemacht haben. Falls Sie sich mög­li­cher­weise anfangs merk­wür­dig vor­kom­men: Las­sen Sie sich davon nicht abschre­cken. Es lohnt sich am Ball zu blei­ben und es immer wie­der zu prak­ti­zie­ren.

Die Chan­cen ste­hen sehr gut, dass sich mit der Zeit eine posi­tive Wech­sel­wir­kung ein­stellt.

 

Sie ken­nen jeman­den, für den die­ser Bei­trag hilf­reich sein könnte? Dann freue ich mich, wenn Sie ihn tei­len.

2 Antworten

  1. Mara
    | Antworten

    danke, sehr prak­tisch, beson­ders Tipp 2

Ihre Gedanken zu diesem Thema

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