In­ne­re Dia­lo­ge: Mehr Re­spekt bit­te!

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Ak­tua­li­siert am 10. Ju­li, 2021 von Ma­nue­la

Ken­nen Sie die auch? In­ne­re Dia­lo­ge (Mo­no­lo­ge oder was auch im­mer), in de­nen wir kon­ti­nu­ier­lich an uns her­um­me­ckern.

Meis­tens nur in Ge­dan­ken. Manch­mal laut, wenn wir den­ken, dass uns nie­mand zu­hört.

Da­bei ver­ges­sen wir ei­nen ent­schei­den­den Zu­hö­rer – uns selbst.

Das hat Kon­se­quen­zen.

Denn un­se­re in­ne­ren Dia­lo­ge, die Art und Wei­se, wie wir mit uns selbst re­den, wirkt sich auf un­se­re Ge­füh­le, auf un­se­re Ge­dan­ken und letzt­lich auf un­se­re Hand­lun­gen aus.

 

Für innere Dialoge mit mehr Wertschätzung für sich selbst!

 

 

De­struk­ti­ve in­ne­re Dia­lo­ge rich­ten Scha­den an

Wenn wir an uns her­um­nör­geln, uns in­ner­lich be­schimp­fen, uns für un­fä­hi­ge Trot­tel hal­ten, nur weil die letz­ten Koch­küns­te an­läss­lich des Be­suchs der Schwie­ger­mut­ter be­schei­den wa­ren oder das Kun­den­ge­spräch ein we­nig hol­per­te, hat das Fol­gen. Und zwar ziem­lich ne­ga­ti­ve

Ne­ga­ti­ve Fol­gen für uns und un­ser Selbst­wert­ge­fühl.

Denn wo­hin führt die­ser Um­gang mit uns selbst? Da­hin, dass wir un­ser zu­künf­ti­ges Han­deln ziel­füh­ren­der ge­stal­ten? Dass wir aus der we­ni­ger gu­ten Er­fah­rung ler­nen und es das nächs­te Mal bes­ser ma­chen?

Si­cher nicht!

Ganz im Ge­gen­teil: Manch ei­ner be­gibt sich durch de­struk­ti­ve in­ne­re Dia­lo­ge in ei­ne Ab­wärts­spi­ra­le, aus der er nicht mehr her­aus­fin­det. Und oft merkt er gar nicht, was er sich da­mit an­tut. Was Selbst­ab­wer­tung durch schä­di­gen­de Selbst­ge­sprä­che an­rich­ten kann.

Die­ser Um­gang mit sich selbst und der ei­ge­nen Per­sön­lich­keit führt nur da­zu, sich im­mer schlech­ter zu füh­len.

Ge­ra­de, weil wir uns so run­ter­ma­chen. Wir ge­ne­rie­ren da­mit ei­ne Ab­wärts­spi­ra­le von Ha­dern, Grü­beln und im­mer wahr­schein­li­cher wer­den­den künf­ti­gen Miss­erfol­gen.

Und wie ge­hen wir bes­ser, kon­struk­ti­ver, ziel­füh­ren­der mit uns um? Wie soll­ten un­se­re in­ne­ren Dia­lo­ge ab­lau­fen? Wie re­den wir so mit uns, dass es un­ser Selbst­be­wusst­sein stärkt und uns le­ben­di­ger und er­folg­rei­cher macht?

Die Fra­ge, die wir uns stel­len soll­ten, lau­tet al­so: Wie kann ei­ne acht­sa­me­re Kom­mu­ni­ka­ti­on mit uns selbst aus­se­hen?

Da gibt es si­cher in­di­vi­du­el­le Un­ter­schie­de. Doch die fol­gen­den drei Pra­xis­tipps ha­ben schon vie­len ge­nützt und Teu­fels­krei­se erst gar nicht ent­ste­hen las­sen:

 

 

Wert­schät­zen­de in­ne­re Dia­lo­ge – 3 Re­geln, de­ren kon­se­quen­te Be­her­zi­gung sich lohnt

 

1. Hö­ren und spü­ren Sie in Ih­re in­ne­ren Dia­lo­ge hin­ein und fra­gen Sie sich

 

  • Was ma­che ich da ge­ra­de?
  • Wie füh­le ich mich da­bei?
  • Tut mir das gut, wie ich mit mir re­de?

 

Hier zwei Bei­spie­le da­für, was nicht so för­der­lich ist, und wie Sie statt­des­sen wert­schät­zend mit sich re­den kön­nen:

Sa­gen Sie sich nicht: Ich dum­me Kuh bin ein­fach zu blöd da­für. Ich be­kom­me das nie hin, son­dern: Heu­te hat es noch nicht so gut ge­klappt mit die­sem neu­en Mu­sik­stück. Das muss es auch nicht. Ich wer­de üben und es wird mir dann im­mer bes­ser ge­lin­gen.

Oder: Heu­te sind im Bü­ro vie­le ne­ga­ti­ve Din­ge zu­sam­men­ge­kom­men. Mor­gen ist ein neu­er Tag mit neu­en Ge­le­gen­hei­ten und Übungs­fel­dern.

 

 

2. Sei­en Sie nur un­zu­frie­den mit et­was an Ih­nen selbst, was Sie in nächs­ter Zeit ver­än­dern

 

Ha­ben Sie sich auch schon mal ge­fragt, wie­viel En­er­gie wir tag­aus tag­ein da­mit ver­schwen­den, wenn wir an uns her­um­mä­keln, oh­ne dass dies ir­gend­et­was an uns selbst, an un­se­ren tat­säch­li­chen oder ver­meint­li­chen Ma­keln oder an un­se­rer Le­bens­si­tua­ti­on ver­bes­sern wür­de?

Wie oft ha­dern wir bei­spiels­wei­se mit un­se­rem Ge­wicht, oh­ne dass es da­von schrump­fen wür­de? Das Ein­zi­ge, was dann mit ei­ni­ger Wahr­schein­lich­keit schrumpft, ist un­ser Selbst­be­wusst­sein…

Wol­len wir das wirk­lich? Ich kann mir das nicht so recht vor­stel­len. Zu­min­dest geht so kein Mensch mit sich um, der sich re­spekt- und lie­be­voll be­han­delt.

Um beim er­wähn­ten Bei­spiel zu blei­ben: Sei­en Sie al­so, wenn über­haupt, nur dann un­zu­frie­den mit Ih­rem Ge­wicht be­zie­hungs­wei­se Ih­rer Fi­gur, wenn Sie sich gleich­zei­tig kon­kret und mit be­stimm­ten Ziel­vor­ga­ben vor­neh­men, sich an­ders zu er­näh­ren und /​ oder mehr Sport zu trei­ben.

Al­les an­de­re ver­dirbt Ih­nen nur die gu­te Lau­ne und hat, so­weit ich se­he, kei­ne po­si­ti­ve Aus­wir­kung.

 

 

3. Was in­ne­re Dia­lo­ge über Din­ge be­trifft, die Sie nicht so an sich mö­gen und jetzt nicht än­dern kön­nen oder wol­len – ma­chen Sie die auf kei­nen Fall grö­ßer als sie sind (höchs­tens et­was klei­ner)

 

  • Manch­mal hilft es, die je­wei­li­gen Din­ge zu re­la­ti­vie­ren, in­dem Sie die po­si­ti­ven Ne­ben­aspek­te, die Vor­tei­le der ent­spre­chen­den Ei­gen­schaft oder Ge­wohn­heit se­hen.

Zum Bei­spiel, in­dem Sie sich zu­ge­ste­hen: Ja, ich bin ein un­ge­dul­di­ger Mensch und das ist für mich selbst und an­de­re oft schwer aus­zu­hal­ten. Mei­ne Un­ge­duld hat ne­ben di­ver­sen Nach­tei­len je­doch auch den Vor­teil, dass ich manch­mal schnel­ler zu Re­sul­ta­ten kom­me und nicht Zeit ver­lie­re, die an­der­wei­tig bes­ser in­ves­tiert wä­re.

  • Ei­ne wei­te­re Mög­lich­keit be­steht dar­in, das, was ei­nem nicht so gut an sich ge­fällt (und so­fern dies an­de­ren nicht scha­det), nicht so stark zu ge­wich­ten und et­was Po­si­ti­ves da­ne­ben zu stel­len.

So könn­ten Sie sich bei­spiels­wei­se sa­gen:

Okay, ich bin nicht so gut dar­in, vor ei­ner gro­ßen Grup­pe zu spre­chen, da­für bin ich als ein­fühl­sa­me Zu­hö­re­rin ei­ne ge­schätz­te Ge­sprächs­part­ne­rin. Und Letz­te­res kommt mir viel mehr ent­ge­gen, weil mir die Nä­he zu ein­zel­nen Men­schen viel mehr gibt als ein per­fekt in­sze­nier­ter Auf­tritt und öf­fent­li­che An­er­ken­nung.

Oder: Mei­ne Na­se ist viel­leicht ein we­nig groß ge­ra­ten, da­für ha­be ich vol­les lo­cki­ges Haar, mit dem sich leicht ei­ne schö­ne Fri­sur ma­chen lässt.

 

 

Und wie re­den Sie mit sich? Wie se­hen Ih­re in­ne­ren Dia­lo­ge aus?

Pfle­gen Sie auch ein be­vor­zug­tes The­ma, mit dem Sie sich im­mer wie­der vor sich selbst run­ter­ma­chen. Das Sie im­mer wie­der zu de­struk­ti­ven Selbst­ge­sprä­chen ver­lei­tet? Zu in­ne­ren Dia­lo­gen, die Ih­nen nicht gut­tun?

Wie könn­ten Sie statt­des­sen re­spekt­vol­ler mit sich um­ge­hen und so Ih­re Ge­füh­le und Ihr Han­deln in selbst­wertdien­li­che und er­folgs­ver­spre­chen­de­re Bah­nen len­ken?

Viel­leicht ha­ben Sie Lust, mal zu be­ob­ach­ten, wie Sie im All­ge­mei­nen mit sich re­den? Zu schau­en, wie Ih­re in­ne­ren Dia­lo­ge vor al­lem aus­se­hen.

Ma­chen Sie sich öf­ter vor sich selbst schlecht oder be­schimp­fen sich so­gar? Wenn ja: Wie füh­len Sie sich dann? Er­zie­len Sie im An­schluss bes­se­re Re­sul­ta­te? Oder ist nicht viel­mehr eher das Ge­gen­teil der Fall?

Wenn nein: Lo­ben Sie sich im­mer mal wie­der und sind im­mer mal wie­der aus vol­lem Her­zen stolz auf sich? Wenn ja, wie geht es Ih­nen dann? Spü­ren Sie, wie Sie sich au­to­ma­tisch ein we­nig auf­rich­ten? Sich gleich ein Stück bes­ser füh­len? Al­so, was mich be­trifft, ist das so.

Wenn Sie sich bis­her nie oder fast nie in­ner­lich auf die Schul­tern klop­fen, pro­bie­ren Sie es doch mal aus. Lo­ben Sie sich für Din­ge, die Sie gut ge­macht ha­ben. Falls Sie sich mög­li­cher­wei­se an­fangs merk­wür­dig vor­kom­men: Las­sen Sie sich da­von nicht ab­schre­cken. Es lohnt sich am Ball zu blei­ben und es im­mer wie­der zu prak­ti­zie­ren.

Die Chan­cen ste­hen sehr gut, dass sich mit der Zeit ei­ne po­si­ti­ve Wech­sel­wir­kung ein­stellt.

 

Sie ken­nen je­man­den, für den die­ser Bei­trag hilf­reich sein könn­te? Dann freue ich mich, wenn Sie ihn tei­len.

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