Was macht Sinn?

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Etwas mache Sinn. Das höre ich neuerdings immer öfter. Obwohl es seinen Reiz hätte, werde ich jetzt keinen Essay darüber verfassen, warum das so sein könnte…

Stattdessen möchte ich ein paar Gedanken zum Thema Sinn und Sinnerfüllung mit dir teilen und daran 7 Fragen anschließen, die dich dabei unterstützen, deine Arbeit und deinen Alltag (sinn-)erfüllter zu gestalten.

Sinn ist ja ein ziemlich umfänglicher Begriff mit unterschiedlichen Verwendungsweisen und Größenordnungen.

Auf drei zentrale Dimensionen von Sinn möchte ich hier eingehen, um dann diejenige der Sinnerfüllung etwas näher zu beleuchten. Sie erscheint mir für eine tiefergehende Zufriedenheit und Freude die wichtigste.

Schlicht und ergreifend „macht“ es zum Beispiel „Sinn“, eine Jacke anzuziehen, wenn ich friere, eine Stulle zu essen, wenn ich Hunger habe.

Ein anderes Verständnis von Sinn kommt ins Spiel, wenn wir uns damit auseinandersetzen, wie wir sinnvoll leben. Uns zum Beispiel überlegen, was uns wirklich wichtig ist, wohin wir unser Leben steuern möchten, welche großen Entscheidungen dafür anstehen. Vielleicht beschäftigt uns auch, was unser tiefstes Anliegen ist oder unsere Berufung, und wie eine Verwirklichung möglich ist.

 

 

Universeller Sinn – individueller Sinn

Bei der Frage nach einem sinnvollen beziehungsweise sinnerfüllten Leben gibt es die feine Unterscheidung zwischen einer Sinndimension, die so etwas wie eine universelle Gültigkeit beansprucht, und einer Sinndimension, die von der Perspektive eines bestimmten Menschen abhängig ist.

In dieser zweiten Dimension, um die es mir im Folgenden vor allem geht, steht Sinnerfüllung nicht für etwas Fixes, Unumstößliches, für alle und überall Gültiges, sondern für etwas eher Individuelles, das sich im Laufe der Zeit überdies verändern kann.

 

 

Dein Lebenssinn kann sich wandeln

Auf deinen individuellen Lebenssinn bezogen heißt das auch, dass deine Berufung oder deine tiefsten Anliegen nicht das ganze Leben gleich bleiben müssen.

Sie oder auch ihre Verwirklichungsformen können sich wandeln.

Insofern ist es durchaus lohnend, sich immer mal wieder damit zu beschäftigen, nicht nur in Krisenzeiten.

 

 

Sinnerfüllung ist mehr als Flow

Psychologischen Erkenntnissen zufolge kann Sinnerfüllung unterschiedlich intensiv erlebt werden. Unter anderem als Begeisterung, Interesse oder der Bereitschaft auch in schwierigen Zeiten durchzuhalten.

Entscheidend für Erfüllung, Glück und Sinnerleben ist die positive Hinwendung gegenüber einer Person oder einer Sache.

Wenn nun ein Mensch intensiv sinnerfüllt ist, dann fühlt er starke Zufriedenheit und Freude, die in einem „Flow-Erlebnis“ gipfeln können. Wichtig ist zu verstehen, dass Flow ein Zustand ist, der auch bei einer idealen Arbeit und idealen Arbeitsbedingungen nicht immer erreicht wird und daher auch nicht im Vorhinein erwartet werden sollte.

Sinnerfüllung umschreibt ohnehin Umfassenderes als Flow-Zustände, so wertvoll diese auch sind. Sinnerfüllung und das Leben der eigenen Berufung zielt aus meiner Sicht vor allem auf ein tiefes Gefühl der Gewissheit, das im Hinblick auf die eigene Person und Gesamtsituation Passende zu tun.

 

 

7 Fragen für einen sinn-erfüllten Alltag

 

Hast du Lust bekommen auf mehr Sinnerfüllung in deinem Alltag, ohne dass du dafür dein ganzes äußeres Leben umkrempeln musst? Die folgenden Fragen unterstützen dich dabei. Am meisten profitierst du, wenn du sie schriftlich beantwortest.

 

  1. Wo lebe ich in Übereinstimmung mit dem, was ich gerne tue, und dem, was mir wichtig ist?
  2. Wie kann ich diese Bereiche ausdehnen?
  3. Welche Einstellung habe ich zu meiner Arbeit?
  4. Welche Ziele habe ich mir gesetzt, und was tue ich heute dafür?
  5. Mache ich damit direkt oder zumindest indirekt die Welt ein bisschen besser?
  6. Wie gehe ich mit den Menschen um, mit denen ich zu tun habe? Und: Wie ist deren Resonanz?
  7. Fühle ich mich (zumindest ab und zu) mit meiner Arbeit oder in meinem Alltag in ein erstrebenswertes Ganzes eingebunden?

 

Ich wünsche dir viele sinn-stiftende Erkenntnisse und nachhaltige Lebensfreude!

 

 

Bild: johnhain

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