Beru­fung fin­den bzw. erfüll­ter arbei­ten: Die rich­ti­gen Fra­gen stel­len

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Unzu­frie­den?

 

Berufung als NeuorientierungKen­nen Sie das? Sie ste­hen mor­gens auf und wün­schen sich, es wäre schon wie­der Abend. Und das nicht nur ein­mal im Quar­tal, son­dern fast täg­lich. Dabei haben Sie weder einen fie­sen Chef noch schlimme Kol­le­gen. Eigent­lich ist alles im grü­nen Bereich und trotz­dem beschleicht Sie immer öfter das Gefühl, am fal­schen Platz zu sein. An Ihrer eigent­li­chen Beru­fung vor­bei zu leben. Manch­mal ärgern Sie sich über sich, weil Sie so unzu­frie­den sind und schein­bar grund­los jam­mern, aber in Wahr­heit wün­schen Sie sich ein­fach mehr: Nicht bloß irgend­eine Arbeit, son­dern eine Auf­gabe, die Sie erfüllt. Eine Tätig­keit, die in Ihnen das Gefühl weckt: Ja, das ist zumin­dest im Gan­zen bese­hen genau das, was ich tun will. Das, was wirk­lich zu mir passt und viel­leicht auch das, wofür ich auf der Welt bin. Kurz gesagt: Sie wol­len Ihre Beru­fung fin­den oder etwas pro­sai­scher aus­ge­drückt: eine Arbeit, die Sie erfüllt.

 

 

Beru­fung fin­den als eine Quelle des Glücks

Geht es Ihnen manch­mal so? Dann könnte es sein, dass Sie zu den Men­schen gehö­ren, für deren Glück es ele­men­tar ist, einen Beruf zu haben, den sie wirk­lich lie­ben. Viel­leicht hat Sie aber auch eine Kün­di­gung oder ein Bur­nout dazu gebracht, sich beruf­lich umzu­ori­en­tie­ren und diese Gele­gen­heit wol­len Sie nun beim Schopf ergrei­fen, Ihren alten Traum vom Fin­den und Leben einer Beru­fung bzw. einer grö­ße­ren beruf­li­chen Neu­ori­en­tie­rung zumin­dest mal in Erwä­gung zu zie­hen.

Mög­lich ist auch, dass Ihnen das Thema Beru­fung fin­den in der Ver­gan­gen­heit gar nicht beson­ders wich­tig war. Es gab andere Dinge zu tun, die Ihre Zeit und Ener­gie gefor­dert haben. Da waren ganz andere Prio­ri­tä­ten in Ihrem beruf­li­chen und pri­va­ten Leben.

 

Ist jetzt das Thema Beru­fung fin­den bzw. erfüll­ter arbei­ten dran? Wenn ja, wie?

Aber jetzt sind Sie in einer neuen Lebens­phase ange­kom­men, in der das Thema Beru­fung fin­den neue und viel­leicht auch eine umfas­sen­dere Bedeu­tung für Sie bekom­men hat.

Sie möch­ten jetzt nicht mehr nur ein­fach einen Job, stre­ben aber auch nicht oder nicht mehr nach einer klas­si­schen Kar­riere. Viel­leicht wün­schen Sie sich eine Tätig­keit, die Ihnen so rich­tig Freude macht und sie mit tie­fe­rem Sinn beschenkt.

Lei­der wis­sen Sie nicht so recht, wie Sie dahin kom­men sol­len. Wo sol­len Sie anfan­gen zu suchen? Sol­len Sie noch ein­mal in die Prak­ti­kan­ten­phase zurück und alles Mög­li­che aus­pro­bie­ren? –

Ich glaube nicht. Zumin­dest nicht als ers­ten Schritt. Zuerst suchen Sie am bes­ten in sich selbst.

 

Nicht alles, aber ein wich­ti­ger Schritt: Erfor­schen Sie sich selbst

Und nein, damit ist keine nar­ziss­ti­sche Selbst­be­spie­ge­lung gemeint. For­scher­geist in Bezug auf das eigene Selbst, das Bewusst­sein über die eige­nen zen­tra­len Moti­va­tio­nen, Bega­bun­gen, Ziele und Werte sind wich­tige Vor­aus­set­zun­gen, um eine Tätig­keit zu fin­den, die Sie in Ihrem Ele­ment sein lässt und Ihnen das gute Gefühl gibt, am rich­ti­gen Platz zu wir­ken.

Was nicht hei­ßen muss, dass Ihnen dann diese Arbeit stets mühe­los von der Hand geht und pau­sen­lo­sen Flow beschert.;-)

Okay, alles schön und gut, den­ken Sie viel­leicht. Aber was genau macht nun meine Beru­fung aus? Wie weiß ich, ob ich sie gefun­den habe? – Das lässt sich so pau­schal nicht beant­wor­ten und hängt auch davon ab, was Sie per­sön­lich unter Beru­fung ver­ste­hen. Viel­leicht zie­hen Sie ohne­hin ein ande­res Wort dafür vor. Mein Ver­ständ­nis von Beru­fung ist sehr weit und zielt all­ge­mein aus­ge­drückt vor allem auf eine Tätig­keit, die so weit wie mög­lich im Ein­klang mit unse­ren Wer­ten, (Lebens-)Zielen, Inter­es­sen und Stär­ken steht. Eine Tätig­keit, bei der wir den Ein­druck haben, dass sie für uns und andere Sinn macht.

Eine all­ge­mein­gül­tige Defi­ni­tion von Beru­fung, wie sie heute ver­stan­den wird, gibt es nicht und braucht es auch nicht, um Ihrem per­sön­li­chen Traum­job bzw. einer ande­ren Ver­wirk­li­chungs­form Ihrer Beru­fung (oder wie Sie das Thema für sich benen­nen wol­len) näher zu kom­men.

 

 

Beru­fung fin­den und erfüll­ter arbei­ten mit den rich­ti­gen Fra­gen

Im Fol­gen­den habe ich die aus mei­ner Sicht wich­tigs­ten vier Schritte zusam­men­ge­stellt, wie Sie sich Ihrer indi­vi­du­el­len Beru­fung annä­hern oder eine sol­che gestal­ten. Bzw. einen guten Weg in eine erfüll­tere Arbeit fin­den.

Genau genom­men sind es vor allem Fra­gen, die Sie sich mög­lichst schrift­lich beant­wor­ten. Es ist viel­fach belegt, dass die schrift­li­che Beschäf­ti­gung mit einem Thema beson­ders nach­hal­tig ist

 

1. Ver­ab­re­dung mit sich selbst

  • Ver­ein­ba­ren Sie eine Ver­ab­re­dung oder gleich meh­rere mit sich selbst, die Sie dann auch ein­hal­ten.
  • Gehen Sie dazu an einen inspi­rie­ren­den Ort. Ihrer Fan­ta­sie sind dabei keine Gren­zen  gesetzt. Für viele Men­schen ist dies die Natur oder ein ande­rer eher ruhi­ger Platz.
  • Viel­leicht möch­ten Sie auch nicht still­sit­zen, son­dern statt­des­sen Ihre Gedan­ken und Intui­tio­nen auf einem aus­gie­bi­gen Spa­zier­gang flie­ßen las­sen. Bewe­gung bringt oft auch den Geist auf neue Wege.
  • Ihr Schreib­tisch ist eher unge­eig­net für diese beson­dere Ver­ab­re­dung mit Ihnen selbst. Ganz beson­ders, wenn Sie in Ihrem All­tag ohne­hin viel Zeit an ihm ver­brin­gen.

 

Die Rei­hen­folge der fol­gen­den Berei­che kann nach indi­vi­du­el­ler Vor­liebe vari­iert wer­den.

 

2. Motive und Werte

  • Fra­gen Sie sich: Was ist mir wirk­lich, wirk­lich wich­tig?
  • Wofür stehe ich mor­gens gern auf? Wo fühle ich mich wohl?
  • Was erfüllt mich mit Sinn?
  • Was ist so bedeu­tungs­voll für mich, dass ich mich dafür so rich­tig ein­set­zen will?
  • Mit was und in wel­chem Umfeld möchte ich neben mei­ner Fami­lie oder guten Freun­den einen Groß­teil mei­ner Zeit ver­brin­gen?
  • Habe ich so etwas wie ein Her­zens­pro­jekt?
  • Was will ich in die Welt brin­gen?
  • Wel­cher Mensch will ich sein? Even­tu­ell auch: Zu was möchte ich bei­tra­gen, das über mich hin­aus­geht?

 

3. Inter­es­sens­ge­biete

  • Wel­che Hob­bys und Inter­es­sens­ge­biete habe ich?
  • Wel­che The­men begeis­tern mich?
  • Was berührt mich?
  • Wor­über rede ich gerne?
  • Für wel­che Gebiete hätte ich gern mehr Gleich­ge­sinnte?
  • Wofür gebe ich gerne Geld aus? Wor­über kaufe ich z.B. Bücher oder besu­che Semi­nare?
  • Mit was könnte ich mich ewig beschäf­ti­gen, wenn ich genug Zeit hätte?

 

4. Bega­bun­gen und Fähig­kei­ten

Fra­gen Sie sich:
  • Was tue ich gern und was gelingt mir leicht?
  • Arbeite ich lie­ber unter Men­schen oder im Team oder tüftle ich lie­ber allein am Schreib­tisch?
  • Bei wel­chen Tätig­kei­ten ver­gesse ich oft alles um mich her und würde sie auch ohne Bezah­lung tun?
  • Wofür werde ich häu­fig gelobt?
  • Was habe ich schon als Kind gerne gemacht?
  • Was wollte ich als Kind ein­mal wer­den?
  • Womit will ich der Welt die­nen?

 

Fra­gen Sie Men­schen, die Sie gut ken­nen und die es gut mit Ihnen mei­nen:
  • Was schätzt du an mir? Was macht mich für dich beson­ders?
  • Für wel­che Fähig­keit bewun­derst du mich?
  • Zu wel­chem Thema wür­dest du mich um Rat bit­ten?
  • Was denkst du, in wel­chem Bereich ich einen Bei­trag leis­ten könnte, der zu mir passt?

 

Ich wün­sche Ihnen auf­schluss­rei­che Erkennt­nisse und gute Umset­zungs­im­pulse.

Wenn ich Sie beim Fin­den Ihrer Beru­fung oder einer erfül­len­de­ren Arbeit beglei­ten darf, stel­len Sie gerne Ihre unver­bind­li­che Anfrage über mein Kon­takt­fo­mu­lar. Nähe­res zu den indi­vi­du­el­len E‑Coa­ching-Ange­bo­ten und zum Kon­takt­for­mu­lar am Ende der Seite hier.

 

 

 

Bild: ©bmf-foto.de

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